Bauernregeln und Mondkalender

Siebenschläfer-Prognose: Schwälmer sind geteilter Meinung

Schwalm. ,,Regnet es am Siebenschläfertag, der Regen sieben Wochen nicht weichen mag", so die Bauernregel. Tief "Jutta" soll jetzt Schmuddelwetter mit sich bringen: Sonne, viele Wolken, aber auch Schauer und Gewitter prognostiziert das Wetterradar für den Siebenschläfer-Tag. Aber was ist dran am Kult um den 27. Juni?

Wir haben bei den Schwälmern nachgefragt.

Die Meinungen bezüglich der Bewahrheitung der Bauernregel gehen dort deutlich auseinander. "Man kann sich mit dem deutschen Wetter ja nie sicher sein, aber so richtig glaube ich nicht an die Siebenschläfer-Prognose", sagt Silke Dippel (47) aus Itzenhain. Ganz anders beurteilt die 17-jährige Sophie Lipphardt aus Schwalmstadt die Lage: "Ich glaube generell an Bauernregeln und -weisheiten. Was früher zugetroffen ist, hat heute oft noch Gültigkeit." Auch die Großeltern der Neukirchenerin Johanna Meckback sollen dieser Meinung sein. "Für sie ist das Siebenschläfer-Wetter die Sommerprognose", verrät Meckbach. Die 26-Jährige selbst glaubt, dass sich die wechselhafte Prognose dieses Jahr nicht bewahrheiten wird. "Der Sommer wird sonnig", sagt sie.

Auch der Neustädter Richard Wagner (68) steht der Siebenschläfer-Regel skeptisch gegenüber: ,,Ich glaube eher nicht daran. Gerade in den letzten Jahren hat sie sich nie bewahrheitet." Er hofft auf eine Wetterbesserung direkt nach dem Wochenende.

Der 80-jährige Ziegenhainer Manfred Schiemann erklärt, dass die Siebenschläfer-Prognose vor 40, 50 Jahren noch zuverlässig eingetroffen sei. "Heutzutage spielt das Wetter durch die Klimaveränderungen verrückt", sagt Schiemann, "da verschiebt sich das Siebenschläfer-Wetter schon mal um einige Wochen."

Ein Hobbygärtner aus Schwalmstadt hingegen, vertraut von jeher auf Bauernregeln und auf den Mondkalender. "Auch wenn sich solche Weisheiten nicht immer zu 100 Prozent bewahrheiten, verraten sie immer eine Tendenz. Ich richte mich danach." Im Falle der Siebenschläferregel schätzt der Schwalmstädter die Erfolgsquote auf etwa 60 Prozent. "Aber Ausnahmen bestätigen die Regel", lacht er.

Von Jasmin Paul und Barbara Ritter

Quelle: HNA

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