Marvin Abel hat beim Schülerwettbewerb „Der beste Praktikumsbericht“ den ersten Preis gewonnen

Sieg trotz „Horror vorm PC“

Harte Arbeit: Die Tätigkeit im Betrieb fand der 15-jährige Schüler abwechslungsreich – die Arbeit am Computer dagegen als Horror. Für die Ausarbeitung des Praktikumsberichts saß Marvin Abel täglich stundenlang am Computer. Am Ende hat sich die harte Arbeit ausgezahlt. Der Schüler hat den Schülerwettbewerb „Der beste Praktikumsbericht“ der Schulform Gymnasium Sek. I gewonnen. Foto: Uminski

Wolfhagen. Ganz entspannt wirkt der 15-jährige Marvin Abel. In seinem weißen sommerlichen Hemd und kurzen roten Shorts läuft er über das helle Laminat. Draußen scheint die Sonne. Der Schüler ist nicht nur entspannt, weil die Sommerferien endlich angefangen haben. Er hat auch allen Grund sich zu freuen.

Denn beim Schülerwettbewerb „Der beste Praktikumsbericht aus Nordhessen“ hat Abel bei der Schulform Gymnasium Sek. I den ersten Preis bekommen. Als Praktikant hat er in der Firma Weidemann in Korbach fleißig mitgeholfen. Den Preis bekam er für die beste Praktikumsmappe.

„Ich mag es an Sachen herum zu hantieren und zu schrauben“, sagt Marvin Abel. Drei Wochen lang hieß es richtig mit anpacken. „Ich habe an allen 15 Stationen mitgeholfen“, sagt der Schüler. Weidemann produziert Rad- und Teleskoplader und liefert weltweit. „Den Großteil habe ich selbst gemacht.“ Die Aufgaben reichten von Lackierarbeiten über das Zusammenbauen von Motorhauben bis hin zu Montagearbeiten von Kotflügeln, Zylindern oder Reifen.

Schwierigkeiten machte dem Schüler zu Beginn des Praktikums aber etwas anderes. „Ich musste jeden Tag um 5 Uhr aufstehen“, sagt Marvin Abel. „Aber ab Mitte der zweiten Woche ging es dann. Das ist meine Vorstellung vom richtigen Arbeiten“, sagt Marvin Abel, „die Tätigkeit ist sehr abwechslungsreich.“ Ängste hatte der 15-Jährige vor Beginn des Praktikums dann doch. „Ich habe befürchtet, dass ich mich mit den Kollegen nicht verstehe.“ Eine unbegründete Sorge. „Gleich am ersten Tag habe ich gemerkt, dass das Quatsch ist.“ Auch wenn mal etwas schief ging, blieben die Arbeitskollegen gelassen. „Ich habe mit der falschen Farbe lackiert“, sagt Marvin Abel. „Die sind ganz locker gewesen und haben das neu übermalt.“

Nach dem Praktikum wurde es dann noch einmal anstrengend. „Es ist für mich ein Horror am Computer zu schreiben“, sagt Marvin Abel. Insgesamt 40 Seiten Praktikumsbericht sind es dann aber doch geworden. Die Nachricht vom Wettbewerbssieg übermittelte Marvins Mutter ihrem Sohn telefonisch. Der Schüler konnte den Preis nicht persönlich entgegennehmen, da der auf Klassenfahrt in Berlin war.

Erstmal nach Schweden

In den Ferien geht es für 15 Tage nach Schweden. „Ich mache dort mit der Jugendfreizeit Urlaub“, sagt Abel. Der Schüler kocht sehr gerne und arbeitet auf Familienfeiern als DJ. Nach den Ferien kommt er in die 11. Klasse. Seine Leistungsfächer sind Englisch, Politik und Wirtschaft. (pju)

Quelle: HNA

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