Bundesaußenminister war Gastredner

Sigmar Gabriel sprach beim SPD-Neujahrsempfang in Homberg

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Hoher Besuch: Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (links) war Gast beim SPD-Neujahrsempfang in Homberg. Regine Müller (MdL, von links), Edgar Franke (MdB), Günter Rudolph (MdL) und Europaabgeordnete Martina Werner, freuten sich darüber.

Homberg. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel war am Wochenende beim SPD-Neujahrsempfang in Homberg zu Gast.

 „Es gibt so viele Gründe dafür, dass wir ein selbstbewusstes Land sein dürfen. Wir müssen dafür sorgen, dass wir gute Vorbilder sind“, sagte Sigmar Gabriel beim SPD-Neujahrsempfang am Wochenende in Homberg. Der Bundesaußenminister sprach vom Heimatgefühl und über die Gefahren, die ein geteiltes Europa birgt.

Europa

Europa zusammenhalten – das ist die größte Aufgabe, die Gabriel für die neue Regierung sieht. Erstmals sei Europa der Mittelpunkt von Sondierungsgesprächen, Deutschland müsse helfen, Europa zusammenzuhalten. „Die Idee von Freiheit, Solidarität und Demokratie müssen wir verteidigen“, sagte er.

In einer Zeit, in der der amerikanische Präsident Donald Trump zum Recht des Stärkeren zurückwolle und Nordkorea mit Atomwaffen drohe, müsse sich Europa zusammenraufen: „Bei allen Problemen, gibt es keine Region auf der Welt, in der man so friedlich leben kann wie in Europa. Wir dürfen Präsident Macron nicht länger mit der Arbeit allein lassen“, sagte Gabriel.

Einwende, Deutschland würde zu viel in die EU investieren, ließ er nicht gelten: „Wir produzieren mehr Technik, als wir selbst benötigen. 60 Prozent unseres Exports gehen in die EU.“ Fehle europäischen Ländern die Kaufkraft, könne auch Deutschland nicht mehr exportieren. „Jede Investition in Europa ist eine Investition in unsere Zukunft“, sagte Gabriel. Es sei an der Zeit, wieder selbstbewusster zu sein.

Geschenk zum Abschied: Edgar Franke (links) überreichte Sigmar Gabriel einen Korb mit Ahler Wurscht. 

Heimat

Das sei auch in der Heimat wichtig. Heimat sei ein Ort, an dem Menschen sich sicher fühlen könnten, sagte der Bundesaußenminister. Auch in Deutschland müsse die Regierung wieder einen Zusammenhalt schaffen. „Ich bin der Überzeugung, dass es ohne sozialen Staat keinen Zusammenhalt gibt“, so Gabriel. Genau deshalb sei es so wichtig, sich um die kleinen Städte und Dörfer zu kümmern. „Die vielen Ehrenamtlichen, die in der Kommunalpolitik aktiv sind, machen schon jetzt eine großartige Arbeit.“ Auch für eine gerechtere Bildungspolitik und gegen den Bevölkerungsrückgang müsse etwas getan werden, sagte Gabriel.

Landtagswahl

„Bildung muss gebührenfrei sein. Nur die Fähigkeiten der Kinder dürfen entscheidend sein“, sagte Günter Rudolph, Mitglied des Hessischen Landtags und Vorsitzender der Kreistagsfraktion. Auch eine passende Infrastruktur für ländliche Gebiete, ärztliche Versorgung, Umweltschutz und Digitalisierung hat sich die SPD für die Landtagswahl vorgenommen. „Wir wollen für die Bürger Veränderungen erreichen“, sagte Rudolph.

Quelle: HNA

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