Silbersee: Gemeinde kontert Vorwürfe von Hauseigentümern

Frielendorf. Zur harschen Kritik von Ferienhauseigentümern am Silbersee (HNA berichtete) hat am Freitag die Gemeinde Frielendorf in einer Presseerklärung Stellung bezogen.

Vorausgeschickt wird, dass sich nach der Insolvenz 2009 zufriedenstellende und wieder gestiegene Gästezahlen eingestellt hätten. Allerdings lägen die unter denen aus der Zeit vor der Insolvenz. Die Investitionen aller in die Ferienhäuser zahlten sich aber aus: „Die meisten Häuser weisen heute einen ansprechenden Standard aus.“

Trotz gemeinsamer Grundlagen und Perspektiven mangele es an der Zusammenarbeit zwischen den drei Betreibern am Silbersee, findet Bürgermeister Birger Fey. Wenig hilfreich sei, wenn auf vermeintliche Mehrheiten der Eigentümer hingewiesen werde, „der Ferienwohnpark Silbersee GmbH Co KG ist die größte Gruppe der Betreiber“ und gewährleiste vor allem einen ganzjährigen Betrieb.

Dieser Betreiber erbringe rund 81 Prozent der Kurtaxe, Fey: „Nur mit der Kurtaxe kann die Gemeinde ihre wichtigen Infrastrukturmaßnahmen wie Unterhaltung und Pflege der Anlagen und des Silbersees, den Betrieb des Wellness-Paradieses, den Zuschuss zum Verkehrsbüro und die Konzeption und Umsetzung von Marketingmaßnahmen überhaupt leisten.“

Außerdem ist die Gemeinde der Ansicht, ein regionaler Tourismusschwerpunkt müsse ganzjährig anbieten, „eine gute Auslastung im Sommer reicht nicht aus“. Für die Aufrechterhaltung und Wirtschaftlichkeit sei die Firma Müller-Reisen in der Vor- und Nachsaison derzeit unverzichtbar.

Die Ferienwohnpark GmbH habe viel eingerichtet, um die vorhandenen Probleme des Partytourismus zu beseitigen, etwa den Taxidienst zu den Häusern, bessere Kontrollen und einen Sicherheitsdienst. Darüber habe sich das Ordnungsamt vergewissert.

Schon jetzt existiere ein Bebauungsplan, der Müller-Reisen ermögliche, „mit einer weiteren Änderung des Bebauungsplanes sollen weitere Verbesserungen und niedrige Emissionen erreicht werden“. Auch die verbesserte Gastronomie der Ferienpark GmbH mit einer Alm-Gastronomie werde von der Gemeinde begrüßt.

Die touristischen Rahmenbedingungen seien von der Gemeindevertretung mit großer Mehrheit festgelegt worden, die politische Gemeinde unterstütze die Entwicklung. Mit der tagestouristischen Auslastung gehöre man zu den nordhessischen Spitzenreitern. Die gemeinsame Verantwortung solle nun in den Vordergrund rücken. (aqu)

Quelle: HNA

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