Gemeindevertreter setzen Signal

Silbersee lockt mit Hütten-Gaudi

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Blick in den Stadel der Silberseealm: Die Frielendorfer Gemeindevertreter machten mit der Änderung des Flächennutzungsplan dafür den Weg frei. Erste Partytouristen werden am Wochenende erwartet.

Frielendorf. Frielendorfs Gemeindevertreter setzen ein deutliches Signal in Richtung Silbersee: Eine breite Mehrheit (23 Ja-, zwei Nein-Stimmen und eine Enthaltung) stimmte am Donnerstagabend für die Änderung des Flächennutzungsplanes eines Areals am Silbersee.

Damit ist von kommunaler Seite aus der Weg frei für die Partyveranstaltungen im sogenannten Stadel der Silberseealm, einer bis dahin leerstehenden Reithalle in unmittelbarer Nachbarschaft des Wellnessparadieses.

Nur mit Bedenken stimme die Mehrheit seiner Fraktion zu, stellte Dietmar Dunkel (FWG) klar. Dennoch erkenne seine Fraktion die Bemühungen der Ferienwohnpark Silbersee GmbH an, die Musikveranstaltungen aus dem Ferienwohnpark heraus an die gegenüberliegende Seeseite zu verlagern. Auch lobte er, dass offensichtlich ein Schallschutzgutachten ein akzeptabeles Ergebnis gebracht habe. Das wiederum wollte SPD-Mann Reinhard Horn nicht gelten lassen. Die Ortsteile Verna und Allendorf würden nun zusätzlich beschallt, befürchtet der Vernaer.

Sanftes Reisen oder Partytourismus? Darüber streiten sich seit 2011 verschiedene Betreibergruppen im Ferienwohnpark Silbersee. Im November hatte ein Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes den Bebauungsplan für rechtswidrig erklärt, der Basis für die Diskoveranstaltungen innerhalb der Ferienwohnparkareals gewesen war. Geklagt hatte ein Ferienhauseigentümer. Und auch jetzt zeichnet sich eine Fortsetzung des Zwists ab. Der Gemeinde liegen neun Widersprüche gegen die Änderung des Planes vor. Deren Tenor: Der mit einer Diskothek oder einem vergleichbaren Betrieb verbundene Lärm sei auch außerhalb des Ferienwohnparks für Hauseigentümer und Feriengäste nicht akzeptabel.

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Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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