Altmorschen: Silo in Raiffeisen-Kraftfutterwerk brennt noch immer

Altmorschen. Der Schwelbrand in einem Silo in Altmorschen ist offenbar noch immer nicht gelöscht. Mitarbeiter hatten den Brand am Montagmittag entdeckt und die Feuerwehr informiert. Der Rapsexpeller, ein Nebenprodukt der Rapsölproduktion, kann wie bereits berichtet nicht mit Wasser gelöscht werden. 

Der Brand muss mit Stickstoff erstickt werden, dazu habe man sich inzwischen laut dem stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Thomas Deist Unterstützung von den Kollegen der Berufsfeuerwehr Würzburg geholt. Die ganze Nacht habe man den Brand überwacht und immer wieder die Temperatur gemessen, sagte Deist weiter.

Laut Betriebsleiter Frank Gollbach war der Schwelbrand in einem der etwa 60 Meter hohen Silos ausgebrochen. In dem Silo wird Rapsexpeller, ein Nebenprodukt der Rapsölproduktion, gelagert. Das Silo war mit etwa 22 Tonnen dieses Materials befüllt. Mitarbeiter hatten gegen Mittag den Schwelbrand bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Die Feuerwehren aus Alt- und Neumorschen rückten unter der Leitung von Mirko Möhrke mit insgesamt 16 Einsatzkräften aus.

Aktualisiert um 14.37 Uhr

Schnell stellte sich heraus, dass hier mit konventionellen Löschmitteln wie Wasser oder Schaum nicht gelöscht werden konnte: Das Material hätte sich sonst mit Wasser vollgesaugt und das Silo wäre geplatzt. Auch musste die Zufuhr von Sauerstoff musste unterbunden werden, um eine Staubexplosion zu verhindern. Es war geplant, das schwelende Material aus dem Silo abzulassen und es mit Radladern ins Freie zu transportieren, wo es abgelöscht werden sollte. Doch dieser Versuch scheiterte. Die Förderketten konnten die harten Klumpen, die wie Teer aussahen, nicht in die Auslauföffnung bringen. Nur das direkt am Ausgang der Förderstrecke befindliche Material wurde abgelassen. Die Produktion und auch Zu- und Anlieferung auf dem Werksgelände wurde unterbrochen. Das Gebäude wurde auf Anweisung der Feuerwehr geräumt.

Schwelbrand in Getreidesilo Altmorschen

Auch der stellvertretende Kreisbrandinspektor Robert Pfalzgraf kam an die Einsatzstelle. Den Einsatzkräften blieb nichts anderes übrig, als in Bereitschaft zu bleiben und zu warten, wie sich die Lage weiter entwickelte. Nur zwei Atemschutzgeräteträger waren in der fünften Etage des elfstöckigen Silos auf einer Außenfläche. Sie beobachteten den weiteren Verlauf und die Rauchentwicklung. Die sechste Etage des hohen Gebäudes war total verqualmt. (zot/kam)

Quelle: HNA

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