Verkauf von Feuerwerkskörpern startet am 28. Dezember

Silvester-Tipps: Böllern ja, aber nicht überall 

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Auf die richtigen Produkte kommt es an: Silvesterraketen gibt es ab heute in Geschäften zu kaufen. Das Bild zeigt (von links) Conni König und Mandy Riebeling vom Sonderposten Thomas Philipps in Fritzlar.

Schwalm-Eder. Das neue Jahr wird oft bunt und laut mit Raketen, Böllern und Co. begrüßt. Doch es gibt oft Verletzte und Tote durch den falschen Umgang mit Pyrotechnik. 

Ab heute ist es wieder so weit: Vom 28. bis 31. Dezember gehen wieder in ungezählten Läden und Geschäften Knallkörper, Raketen, Batterien, Sonnenräder und China-Böller über die Tresen, mit denen die Menschen das neue Jahr begrüßen.

Doch die Zahl derer, die beim Hantieren mit Silvesterraketen verletzt oder gar getötet wurden, ist bei jedem Jahreswechsel groß. Beim Jahreswechsel 2017/2018 wurden in Deutschland zwei Männer getötet, zahlreiche Menschen verletzt, als sie – oft auch illegale – Böller in der Hand zündeten. Viele Menschen hatten so schwere Verletzungen erlitten, dass gar Körperteile amputiert werden mussten.

Um Unfälle und Brände zu vermeiden, appelliert Landrat Winfried Becker an alle Silvesterfans, vorsichtig und sachgemäß mit pyrotechnischen Gegenständen und Feuerwerkskörpern umzugehen.

 Zudem sei es wichtig, dass Raketen und andere schwere Pyrotechnik nur von Erwachsenen gezündet werden dürfe – und das auch auf gar keinen Fall in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Altenheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden wie Scheunen und Ställen.

Tiere leiden unter der Lautstärke

Für die Tierschutzorganisation Tasso stellt Silvester ohnehin die gefährlichste Nacht des Jahres dar – zumindest für Tiere. Knapp 400 Hunde und Katzen gingen beim Jahreswechsel 2017/2018 bundesweit auf der Flucht vor der Knallerei verloren. Hunde entwischten durch offenstehende Türen, Freigängerkatzen verlören die Orientierung. 

Tasso empfiehlt allen Haustierbesitzern, mit gutem Beispiel voranzugehen und auf Böller und Raketen zu verzichten. Wer aber am Jahreswechsel unbedingt ein Feuerwerk zünden wolle, sollte Produkte aus Deutschland kaufen und auf verbotene Kracher wie die so genannten Polen-Böller verzichten, rät die Feuerwehr. Vor allem aber sollten die Nutzer zuvor die Gebrauchsanweisung lesen. 

Nur nicht nahe am Fachwerk zündeln

Die Feuerwehren raten dringend dazu, in der Silvesternacht das eigene Haus zu schützen: Türen und Fenster – vor allem Dachfenster – sollten geschlossen sein. Wer Raketen zündet, sollte die einfachsten und doch dringendsten Regeln beachten: 

• Angezündete Knallkörper sollte man sofort wegwerfen und keinesfalls in der Hand behalten.

• Blindgänger: Wenn Feuerwerkskörper nicht zünden oder versagen, bloß nicht nachzünden, sondern mit Wasser übergießen, um ein unkontrolliertes Zünden zu verhindern. 

• Das Zünden nahe von Fachwerkhäusern ist wegen der Brandgefahr verboten – damit stehen Feuerwerkfreunde im fachwerkintensiven Schwalm-Eder-Kreis vor einem besonderen Problem. 

• Bei einem Brand oder einem Unfall sofort den Notruf 112 wählen.

Quelle: HNA

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