Interessengemeinschaft Karneval in Geismar feierte Geburtstag

Für den Nachwuchs ist gesorgt: In dieser Session feiert die Interessengemeinschaft Karneval in Geismar den 22. Geburtstag. Auf dem Foto Obernärrin Gaby Dobry (2. v.l.) mit Aktiven und Kindern und dem Jubiläumswappen für den Motivwagen beim Rosenmontagsumzug. Foto: Zerhau

Geismar. Wenn bei Karnevalisten Geburtstage durch die närrische Zahl 11 teilbar sind, gibt es immer einen Grund zum Feiern. Bei der Interessengemeinschaft Karneval in Geismar, kurz IG KiG, ist das in diesem Jahr der Fall.

Seit 22 Jahren feiern sie in der fünften Jahreszeit, was das Zeug hält.

In dem Fritzlarer Stadtteil gab es schon Karnevalsveranstaltungen, die im Zusammenschluss von den örtlichen Vereinen organisiert wurden. 1993 hoben sie dann die IG KiG aus der Taufe, allerdings nicht als eingetragenen Verein mit Vorstand und allen sonstigen Regularien, sondern eben als Interessengemeinschaft.

Update 4.2. 11.30 Uhr: Der Seniorenkarneval findet am Donnerstag, 12. Februar, und nicht wie ursprünglich gemeldet am Samstag im Dorfgemeinschaftshaus statt. Beginn ist um 15 Uhr.

Die Motivation ist nach wie vor groß an der Truppe, die Hedi und Horst Beyer vor 22 Jahren ins Leben riefen. Anfangs wurde noch in den Fahrschulräumen gearbeitet, genäht, probiert und natürlich auch kräftig gefeiert. Wenn es jedoch um die Veranstaltungen mit viel Publikum ging, mussten die Geismarer Narren ins Dorfgemeinschaftshaus umziehen. Später wurde dann eine Immobilie in der Bonifatiusstraße in der Ortsmitte angemietet, in der jetzt alle Aktivitäten stattfinden. Im 22. Jahr gehören Hedi und Horst Beyer immer noch zum aktiven Stamm, aber vorne weg als Oberjecken gehen jetzt Reiner Wicke und Gaby Dobry. Passend zum Hau-Ruck-Schlachtruf der Narren packen alle mit an, wenn etwas zu tun ist.

Prilsuppe fehlte die Würze

Auch außerhalb der Karnevalszeit sind die Geismarer Narren im Einsatz. So machen sie im Wechsel alle zwei Jahre eine Fahrt, dazwischen gibt es ein rauschendes Sommerfest. Dass es dabei auch manchmal zu vortragsreifen Zwischenfällen kommt, ist in der Festschrift festgehalten.

Eine Anekdote daraus: Zur Vorbereitung der 1275-Jahr-Feier im Ort hatte Frau B. aus G. Hühnerknochen in Prilwasser abgekocht, um sie zu entfetten. Die sollten den IG KiG-Kindern im Theaterstück „Bonifatius“ als Spielzeug dienen. Als der der Gatte zu nächtlicher Stunde hungrig nach Hause kam, entdeckte er den Topf mit den Knochen auf dem Herd und löffelte zwei Teller davon runter. Am anderen Morgen bemängelte er dann aber, dass der Suppe jede Würze gefehlt habe. Zum Glück trug der hungrige Mann keine Schäden vom nächtlichen Mahl davon. Er musste lediglich mehrmals das stille Örtchen aufsuchen.

Zurzeit sind 60 Jungen und Mädchen, Männer und Frauen bei der IG KiG aktiv und bilden den harten Kern der Narrentruppe. Die kommenden großen Ziele sind der Seniorenkarneval am Samstag, 12. Februar, der Büttenabend am Samstag, 14. Februar, und der Kinderkarneval im Dorfgemeinschaftshaus am Sonntag, 15. Februar.

Am Rosenmontag sind sie beim Fritzlarer Umzug mit dabei, ehe sie anschließend im Studio Mitte den Kehraus feiern.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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