Hans-Hermann Spitzer ist jetzt Ehrenpräsident des Mitteldeutschen Sängerbundes

Mit Singen begeistern

Dank für das Engagement: MSB-Präsident Volker Bergmann, links, würdigte im Kloster Haydau die Arbeit von Hans-Hermann Spitzer, Zweiter von rechts, der jetzt Ehrenpräsident ist. Auch die MSB-Vizepräsidenten Klaus-Dieter Kaschlaw und Klaus Trollhagen gratulierten. Foto:  Schaake

Morschen/Niedenstein. Der frühere Präsident des Mitteldeutschen Sängerbundes (MSB), Hans-Hermann Spitzer aus Niedenstein, ist jetzt Ehrenpräsident. Damit würdigt der MSB Spitzers herausragenden Verdienste und dankt ihm „nicht nur für seine in 38 Jahren geleistete Vorstandstätigkeit“. Das sagte MSB-Präsident Volker Bergmann, als er dem 69-Jährigen während einer Vorstandssitzung im Kloster Haydau die Auszeichnung verlieh.

„Musik ist für mich Lebenserfüllung“, sagt Hans-Hermann Spitzer, „ich kann nur für die Musik werben.“ Bereits seit frühester Kindheit, wie Bergmann formulierte, zeigte sich Spitzers Liebe zur Chormusik als Sänger in verschiedenen Chören. „Man hat mich mit dem Lasso eingefangen“, sagt Spitzer.

Schon als Elfjähriger musizierte er im Posaunenchor Harleshausen. Dann trat er dem Jugendsingkreis bei: „Da war ich im Stimmbruch. Wenn ich brummte, war man gnädig mit mir.“ Aber man machte ihm Mut: „Hermann, das lernst Du auch noch.“

Lehrer in Niedenstein

Der Versicherungskaufmann machte das Abitur nach, studierte und wurde Lehrer in Niedenstein. Dort leitete er den Schulchor und den Männerchor, 1968 gründete er den Kirchenchor. 45 Jahre lang gehörte Spitzer der Kantorei Sankt Martin in Kassel an, 26 Jahre sang er im Vokalensemble Kassel.

In den Hochzeiten seiner Dirigententätigkeit hatte es Spitzer „in der Woche mit sechs Chören zu tun“, erzählt er. Heute leitet er noch den Gemischten Chor in Wichdorf. „Durch über 40 Jahre Dirigententätigkeit in mehreren Chören leistete und leistet Hans-Hermann Spitzer weiterhin wertvolle Kulturarbeit“, würdigte MSB-Präsident Bergmann.

Spitzer war im Jahre 1974 erstmals in den Vorstand des Mitteldeutschen Sängerbundes gewählt worden. 20 Jahre lang war er Jugendreferent. Bergmann: „Durch seine langjährige Erfahrung als Leiter des Schulchores war er hierfür geradezu prädestiniert.“ Ab 1994 war Spitzer Vizepräsident und von 2006 bis 2012 Präsident des MSB.

Aus dem Kürzel MSB prägte Spitzer das Motto „Mit Singen begeistern.“ „Das ist mir in der Badewanne eingefallen“, verrät er mit einem Lächeln im HNA-Gespräch. Mit diesem Motto, so würdigte Bergmann, motiviere Spitzer Sängerinnen und Sänger gleichermaßen wie Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, sich für das Chorwesen einzusetzen.

Spitzer ist Träger hoher Auszeichnungen der Landeskirche und des MSB sowie des Bundesverdienstkreuzes. HINTERGRUND

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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