30. Juni 1987: Eine Sintflut in Ippinghausen und Naumburg

Sintflut im Tal des Elbebaches

Elbebachtal. Am Samstag jährt sich zum 25. Mal der Tag, an dem die im Tal der Elbe gelegenen Ortschaften im südlichen Altkreis Wolfhagen von einer riesigen Flutwelle überrollt wurden. Am stärksten betroffen waren Ippinghausen und Naumburg.

In Ippinghausen ertrank ein gehbehinderter 74-jähriger im Keller seines Hauses. Der damals allein in Ippinghausen entstandene materielle Schaden wurde auf über sieben Millionen Mark geschätzt.

Der damalige Ortsvorsteher Karl Kessler erinnert sich: „Der Tag des Schreckens am 30. Juni 1987, ein Dienstag, war eigentlich ein typischer heißer und schwüler Tag, eben so richtiges Heuwetter. Über dem Wolfhager und Waldecker Land braute sich ein Gewitter zusammen. Mit der daraus entstehenden Katastrophe hatte niemand gerechnet.“

Vor 25 Jahren Sintflut im Tal des Elbebachs

Die Ereignisse überschlugen sich. Der mehrstündige, sintflutartige Regen ließ den durch den Ort fließenden Elbebach zu einem reißenden Strom anwachsen. Eine nie dagewesene Flutwelle überrollte das Dorf, riss mit, was sich ihr in den Weg stellte und strömte weiter nach Naumburg.

Land unter. In Sekundenschnelle stieg der Wasserspiegel in Wohnungen und Stallungen bis zur Zimmerdecke. Über 500 Einsatzkräfte aus der gesamten Region sowie aus der Stadt Kassel, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Polizei und Deutsches Rotes Kreuz waren mit vielen freiwilligen Helfern pausenlos im Einsatz, versuchten zu retten, was noch zu retten war.

Am nächsten Morgen bot sich allen ein Bild des Schreckens.

Von Reinhard Michl

Quelle: HNA

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