Ein Sirenenmast am Friedhof in Beiseförth sorgt für Unverständnis

Die Sirene am neuen Standort am Rand des Friedhofs: Den hält so mancher Beiseförther für pietätlos. Foto:  Brandau

Beiseförth. Der neue Sirenenmast am Beiseförther Friedhof sorgt bei manchen Anwohnern für Unmut: „Man hätte bestimmt einen anderen Standort finden können", sagt ein Nachbar.

„Denn so ist das doch völlig pietätlos.“ Er stehe mit seiner Meinung nicht alleine da, ist sich der Beiseförther sicher: „Man hätte die Sirene auch gut aufs Dorfgemeinschaftshaus montieren können, da hätte sie hingehört.“

Bürgermeister Herbert Vaupel weist den Vorwurf der Pietätlosigkeit vehement zurück: „Die Gemeinde musste einen Standort suchen, der eine gute Funktionalität bietet und in einem vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnis steht“, sagt der Malsfelder Rathauschef. „Und all das bietet der jetzige Standort.“

Bis vor kurzem befand sich die Sirene auf dem Dach der alten Schule. Doch das Gebäude aus den 50er-Jahren ist völlig marode, es muss und soll abgerissen werden. Bis Ende September, das ist der Plan, soll die alte Schule abgetragen sein. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 42.000 Euro, gibt Herbert Vaupel an.

Schall nervt manchen 

Weitere 8000 Euro hat die Gemeinde für den Aufbau des neuen Mastes ausgegeben. Der sei nicht willkürlich, sondern mit Bedacht an diesen Ort gestellt worden: „Wir haben einen Standort gesucht, der erstens in der Nähe des alten liegt und zweitens den Schall weithin abgibt.“ Dieser Schall aber nervt so manchen Anwohner: Die Sirene steht nah an zahlreichen Häusern - und beschallt diese beim Alarm ganz unmittelbar. „Was sollen wir tun?, fragt Herbert Vaupel. „Wir können die Sirene schlecht in den Wald stellen, da hört sie ja keiner.“

Einsatz nicht auf der A7 

Das Argument, dass das Geheul viel zu oft ertöne, weil auch die Malsfelder Feuerwehren zu Unfällen auf die Autobahn gerufen werde, entkräftet Vaupel schnell: Das stimme so nicht. Nur die Melsunger und Guxhagener Wehren werden zu Einsätzen auf der Autobahn 7 gerufen, die Malsfelder Wehr muss nicht ausrücken.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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