60 Skulpturen aus Stein und Holz: Kurt Makowski organisiert erste Ausstellung

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Entdeckte Mitte der 80er-Jahre die Liebe zur Bildhauerei: Künstler Kurt Makowski aus Neukirchen arbeitet nie nach Vorlagen, alle Arbeiten entspringen allein aus seiner Fantasie.

Neukirchen. Kurt Makowski wollte Mitte der 1980er-Jahre seiner Mutter ein besonderes Denkmal setzen: Anstelle eines Grabsteines entdeckte der Neukirchener bei einem Spaziergang einen gelben Sandstein. Fasziniert von der Schönheit des Steins, begann Makowski das Material nach seinen Vorstellungen zu bearbeiten.

Entstanden ist ein sehr persönlicher Grabstein für seine Mutter. Damals entdeckte Kurt Makowski die Liebe zur Bildhauerei – dieser Faszination blieb er bis heute treu: Am Wochenende stellte der Künstler seine Skulpturen in seinem Garten in Neukirchen aus. Zu sehen waren 60 Werke aus Stein und Holz.

Der Neukirchener bevorzugt Basalt, bearbeitet aber auch gern den so genannten Serpentinstein aus Simbabwe. „Ich finde es spannend zu sehen, wie edel und homogen der Basalt durch den richtigen Schliff wirken kann – der wird ja sonst überwiegend im Straßenbau verwendet“, sagt der Künstler, der sich alle Fertigkeiten autodidaktisch angeeignet hat.

Materialität ist faszinierend

Wichtig ist Makowski außerdem, dass die Natürlichkeit der Steine erhalten bleibt – „das Material noch erkennbar ist“. Entstanden sind alle Arbeiten in den vergangenen zehn bis zwölf Jahren. Als faszinierend beschreibt der Künstler die Finessen der Materialität. „Stein ist wesentlich empfindlicher als Holz, das macht für mich den großen Reiz aus“, erläutert Makowski.

Eine große Affinität hat der Künstler gegenüber Köpfen entwickelt. Dabei ist es nicht allein die Schönheit, die Makowski abbildet: Er mag die kantigen, griesgrämigen Typen – die mit liebenswerten Ecken und Kanten. Selten bedient er sich dabei lebendigen Vorlagen. „Die Köpfe entstehen allein in meiner Fantasie. Manchmal begegnen mir aber danach Menschen, die meiner Skulptur tatsächlich ähnlich sehen“, hat der Neukirchener die Erfahrung gemacht. Einige Werke sind übrigens rund ums Jahr im Garten in der Hersfelder Straße 30 zu entdecken – ein Blick in die Gesichter lohnt sich.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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