Gemeindebauhof: Ausschuss untersucht Umstände der Auftragsvergabe

Solaranlagen auf dem Prüfstand

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Stein des Anstoßes: Die Solaranlage auf dem Hallendach an der Raiffeisenstraße.

Oberaula. Ein Akteneinsichtsausschuss wird prüfen, ob der Auftrag für die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Halle am Oberaulaer Gemeindebauhof rechtmäßig vergeben worden ist. Das hat die Oberaulaer Gemeindevertretung am Montagabend auf Antrag der SPD-Fraktion einstimmig beschlossen.

Dem Ausschuss sollen entsprechend der Mehrheitsverhältnisse drei Vertreter der CDU und zwei der SPD angehören, die jeweils von den Fraktionen benannt werden.

In ihrer Antragsbegründung hatte Marianne Hühn ausgeführt, dass es zwar keinen konkreten Verdacht gebe, sich jedoch hartnäckige Gerüchte hielten, dass bei der Auftragsvergabe „geschoben“ worden sei. Eine Aufklärung sei daher auch im Interesse des Verwaltungschefs. Weil er im Antrag namentlich erwähnt war, verließ Bürgermeister Klaus Wagner während der Beratung und Abstimmung den Saal. Die Photovoltaikanlage war 2011 auf dem Dach einer Halle an dem als Gemeindebauhof genutzten ehemaligen Raiffeisengelände errichtet worden. Den Auftrag hatte nach einer Ausschreibung eine ortsansässige Firma erhalten, die vom Vater des Bürgermeisters gegründet worden war.

Anfrage im Bauamt

Dieser Umstand soll die Gerüchte über eine unlautere Auftragsvergabe befeuert haben. „Ich habe nichts zu verbergen. Ich finde es aber schade, dass gleich zum äußersten Mittel eines Ausschusses gegriffen wurde. Mit einer Anfrage im Bauamt hätte sich die Sache klären lassen“, sagte Wagner gegenüber unserer Zeitung. (jce)

Quelle: HNA

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