Kameraden helfen in der Krise

36 Soldaten stehen für Einsatz im Impfzentrum Fritzlar bereit

Andreas Pfeifer
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Andreas Pfeifer

Das Kampfhubschrauberregiment 36 Kurhessen in Fritzlar steht in der harten Coronazeit als helfende Instanz bereit. Insgesamt seien es 58 Soldate, die an unterschiedlichen Orten in Hessen unterstützen können. Abstrichnahme, Pflegetätigkeiten, Datenpflege im Impfzentrum – die Aufgaben seien vielfältig, erklärt Hauptmann Andreas Pfeifer vom Regiment in Fritzlar.

Fritzlar - „Seit dem 1. Januar stehen allein für die Hilfe im Fritzlarer Impfzentrum 36 Soldaten bereit. Dies gilt noch mindestens bis zum 26. März.“ Derzeit sei aber aufgrund des fehlenden Impfstoffes nur ein Bruchteil tatsächlich im Einsatz. „Zwei Soldaten sitzen im Moment am PC und kümmern sich um die Datenpflege“, sagt Pfeifer. Zurzeit sei schließlich nur eine von sechs Impfstraßen in Betrieb. Wann die Zahl der Soldaten erhöht werden muss, stimme man eng mit den Verantwortlichen im Impfzentrum ab. „Ab dem 1. März wird mit acht Kameraden geplant.“

Neben der Arbeit im Impfzentrum spiele aber auch die Arbeit in Pflegeheimen eine wichtige Rolle. Seit einer Woche sei die Bundeswehr im Schwalm-Eder-Kreis unterwegs, mache Abstriche, generiere Besuchszeiten in Absprache mit der Leitung vor Ort oder erledige Handlanger-Aufgaben. „Das kann von Geschirr abwaschen über Betten machen bis hin zu Mahlzeiten austragen alles sein“, erklärt Pfeifer. All diese Dinge lerne man während des Tuns. Aufgaben wie das Testen oder die Datenpflege hingegen müsste man sich über Schulungen aneignen. „Die Schulung beim DRK dauert zwei bis drei Stunden, am Ende erhält jeder ein Zertifikat.“

Die Motivation, in den herausfordernden Zeiten zu helfen, sei im Regiment groß. „Anfangs waren einige Soldaten schon ängstlich. Schließlich ist man im direkten Kontakt mit Corona-Patienten.“ Oftmals habe es der Hauptmann aber erlebt, dass Kameraden nach ihrem Einsatz erneut unterstützen wollten – teilweise sogar ehrenamtlich. „Man tut etwas sehr Sinnvolles – das motiviert.“

Zu Infektionen innerhalb des Regiments sei es während der Hilfetätigkeiten nicht gekommen. „Die Schutzausrüstung ist sehr gut“, sagt Pfeifer. (Daria Neu)

Zehn Pflegeheime werden im Kreis unterstützt

Seit einer Woche sind laut Hauptmann Andreas Pfeifer zehn Soldaten des Fritzlarer Kampfhubschrauberregiments in zehn verschiedenen Pflegeheimen im Landkreis unterwegs, um dem Pflegepersonal dort bei unterschiedlichen Aufgaben unter die Arme zu greifen. Acht Soldaten kümmern sich außerdem seit etwa einem Monat in mehreren Pflegeheimen im Bereich Fulda als mobile Teams um Corona-Abstriche. Anfang November 2020 waren Soldaten in Frankfurt eingesetzt. (neu)

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