Eintritt ist immer frei

Sondheimer Ehepaar macht aus Hobbyraum eine Kleinkunstbühne

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Lesungen, Konzerte, Ausstellungen: Petra und Detlev Zesny betreiben die „Kleine Zeitenwindbühne“ im eigenen Wohnhaus in Sondheim und wollen ihr Programm mit Künstlern erweitern.

Sondheim. In ihrem neuen Sondheimer Zuhause haben Petra und Detlev Zesny viel Platz. So viel, dass ein Raum in dem Haus fast ungenutzt geblieben wäre. Jetzt ist es eine Kleinkunstbühne für Jedermann.

Das Zimmer war erst eine Lagerstätte für Kisten während des Umzugs, dann wurde das Zimmer für Hobbys wie Malerei und Musik genutzt. „Ich habe in dem Raum oft geprobt“, sagt Detlev Zesny, der neben seinem Job bei B.Braun als Autor poetische Texte und Gedichte schreibt.

Irgendwann sei die Idee entstanden, hier auch Auftritte zu veranstalten, sagt Zesny. Aus der Idee wurde Wirklichkeit: Mit der „Kleinen Zeitenwindbühne“ hat er sich seinen Traum erfüllt.

20 Quadratmeter groß

Mit viel Liebe richteten Detlev und Petra Zesny den Raum ein. Aus Paletten wurde die Bühne gebaut. Scheinwerfer und eine passende Musikanlage sorgen für die optimale Bedingungen. Bis zu 18 Menschen haben in dem 20 Quadratmeter großen Zimmer Platz. An den Seiten stehen Regale mit Büchern und viele Erinnerungen der Hausbesitzer zieren die Wände des Raums. „An der Einrichtung wird sich mit der Zeit noch viel ändern“, sagt Zesny. Zwei Mal im Jahr veranstaltet er auch eigene Lesungen auf der Bühne.

Wenn Detlev Zesny auftritt, ist seine Frau Petra im Hintergrund aktiv. Sie ist Fachinformatikerin und für die Technik zuständig. Auf die Bühne traut sie sich noch nicht. „Für die Zukunft würde ich mir wünschen, auch mal mit meiner Frau aufzutreten. Das wäre ein Traum“, sagt der Autor.

Bühne für jedermann

Auf die Bühne darf übrigens jeder, der sich gerne mit seiner Kleinkunst ausprobieren möchte. „Damit möchten wir auch die Kleinkunst hier in Homberg fördern“, sagt Zesny.

Ein Höhepunkt in der jungen Geschichte der Kleinkunstbühne ist der Auftritt des Singer-Songwriter „Shiregreen“. Das Konzert am heutigen Samstag, 16. April, ist allerdings schon ausgebucht. Doch ein weiterer Termin aufgrund hohe Nachfrage ist schon geplant.

Der Eintritt in die „Kleine Zeitenwindbühne“ ist immer frei, nur um eine Spende bittet Zesny die Gäste. Auch müssen sich die Gäste vor den Veranstaltungen anmelden. „Öffentliche Veranstaltungen können wir nicht machen. Es bleibt immer im privaten Rahmen“, sagt Detlev Zesny.

Termin und Kontakt: Nächste Lesung am 11. Juni, Anmeldung unter Tel. 05681/9396599, E-Mail: zeitenwindpoet@gmx.de

Quelle: HNA

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