Quote sank in Fritzlar-Homberg auf 5,6 Prozent

Sonne am Arbeitsmarkt

Zufrieden mit den Zahlen: Agenturchef Martin Büscher.

Fritzlar-Homberg. So sonnig wie das Wetter war im April auch die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. „Das schöne Wetter strahlt bis auf den Arbeitsmarkt durch“, sagt Martin Büscher, Chef der Agentur für Arbeit in Fritzlar.

Eine Rekordquote steht in der Statistik des Monats. Die Arbeitslosenquote betrug 5,6 Prozent, das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als im März. Noch besser fällt der Vergleich zum Vorjahr aus. Im April 2010 hatte die Quote 6,4 Prozent betragen. Laut Agentur ist das der beste April-Wert seit 1991.

Durch die gute Witterung sei die Saisonarbeitslosigkeit schneller abgebaut worden als in anderen Jahren, erläuterte Büscher. Das betrifft zum Beispiel Berufe wie Maler und Dachdecker und Beschäftigte im Gartenbau. Die positive Entwicklung betrifft nicht nur die Agentur für Arbeit, sondern auch das Jobcenter (früher: Arge), das die Hartz IV-Empfänger betreut.

Jüngere stehen gut da

Die jüngeren Arbeitnehmer stehen laut Büscher besonders gut da. Bei den Menschen bis 25 Jahren waren mehr als 27 Prozent weniger arbeitslos als vor einem Jahr. Es habe sich gezeigt, dass viele junge Leute von ihren Ausbildungsbetrieben in eine Anstellung übernommen wurden, erklärte Büscher. Das sei ein klares Indiz dafür, dass die Konjunktur wieder rund laufe. Bemerkbar macht sich auch die Ansiedlung der Logistikfirma Palletways in Homberg.

Bedarf an Arbeitsplätzen haben neben Logistik und Transport die Branchen Pflege sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe. Dazu gehören auch Fast-Food-Ketten. Die Zahl der freien Stellen, die der Arbeitsagentur gemeldet wurden, ist gestiegen. Im April waren es 196, 71 mehr als ein Jahr zuvor.

Mehr freie Stellen

Seit Januar wurden der Agentur Fritzlar 577 Stellenangebote gemeldet, das sei gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 14,9 Prozent. Kein Wunder, dass Martin Büscher zuversichtlich nach vorne schaut. Er rechne damit, dass die Arbeitslosenzahlen weiter sinken werden, sagte er. Diese Entwicklung werde wohl bis Juni anhalten. Eine Prognose, in welcher Größenordnung das passieren werde, wollte Büscher aber nicht abgeben.

Quelle: HNA

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