Sonntag fallen die Würfel

Fünf Kandidaten wollen in Homberg Bürgermeister werden

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Sonntag fällt die Entscheidung: Fünf Kandidaten stehen in Homberg zur Wahl, (von vorne) Dr. Nico Ritz, Dr. Dirk Richhardt, Markus Opitz, Dr. Stefan Giebel, Dr. Eibe Hinrichs. Die Reihenfolge der Kandidaten-Würfel ist zufällig. Montage/Fotos: Dellit/Berger/Yüce

Homberg. Sie haben in den vergangenen Wochen für sich geworben und ihre Standpunkte deutlich gemacht, die fünf Homberger Bürgermeisterkandidaten.

Jetzt ist die Wahlkampfphase - zumindest erstmal - vorbei. Am Sonntag haben die Homberger die Wahl - am Abend fallen dann die Würfel.

Dann entscheidet sich, wer das Rennen macht: Dr. Stefan Markus Giebel (SPD), Dr. Eibe Hinrichs (unabhängig, Mitglied der AfD), Markus Opitz (FWG), Dr. Dirk Richhardt (unabhängig) oder Dr. Nico Ritz (unabhängig, unterstützt von der CDU). Bei fünf Kandidaten ist aber rein rechnerisch eine Stichwahl sehr wahrscheinlich. Denn bei der Anzahl der Kandidaten ist eine absolute Mehrheit von über 50 Prozent eher unwahrscheinlich - doch letztlich wird sich das erst am Wahlabend entscheiden.

11 159 Menschen sind in Homberg wahlberechtigt. 1372 von ihnen hatten bis zum Freitagmittag bereits ihr Briefwahlrecht genutzt. „Das sind 12,3 Prozent“, sagt Cornelia Berresheim von der Stadtverwaltung.  Bis heute Mittag können die Briefwahlunterlagen noch abgeholt werden.

In 29 Wahllokalen und zwei Briefwahlbezirken werden am Sonntag nach 18 Uhr die Stimmen ausgezählt. Die kleinsten Einheiten bilden Steindorf mit 46 Wahlberechtigten und Relbehausen mit 48. Die meisten Stimmen müssen in der Kernstadt ausgezählt werden. Überhaupt gibt es diesmal viel zu tun für die Wahlhelfer, zuerst steht die Auszählung der Europa-, dann die der Bürgermeister- und erst danach die der Landratswahl an.

Die fünf Kandidaten sorgen nicht für zusätzliche Arbeit. „Es ist egal, ob zwei oder fünf Kandidaten, die Arbeit bleibt gleich. Lediglich der Wahlzettel ist länger“, sagt Joachim Bottenhorn. Er weiß, wovon er spricht. In seiner 40-jährigen Dienstzeit habe er erst an einer Wahl nicht teilgenommen, sagt er.

„Pro Ortsteil sind neun Wahlhelfer eingeteilt, üblich wären sieben“, sagt der stellvertretende Wahlleiter Bottenhorn im HNA-Gespräch. Insgesamt über 240 Wahlhelfer. Er habe mehr eingeteilt, damit die Auszählung schneller geht, erklärt er.

Es sei wieder schwierig gewesen, ausreichend Wahlhelfer zu gewinnen. „Wir müssen gezielt auf die Leute zugehen und sie ansprechen, dann klappt es besser“, sagt er. Auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung seien im Einsatz. Im Rathaus seien es 15 Personen, drei weitere seien in der Stadthalle. Dort wird es ab 18 Uhr eine Präsentation der Wahlergebnisse geben.

Bottenhorn rechnet mit vielen Zuschauern. „Bei den zwei Bürgermeisterwahlen, bei denen wir es angeboten haben, wurde es gut angenommen.“

Bereits gegen 18.20 Uhr rechnet Bottenhorn mit ersten Ergebnissen: „Aus den ganz kleinen Orten, die sind aber nicht repräsentativ“, sagt Bottenhorn mit einem Lächeln.

• Termin: Sonntag, ab 18 Uhr, Präsentation der Wahlergebnisse in der Homberger Stadthalle.

Quelle: HNA

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