„Jetzt reicht’s“: Kundgebung in Homberg - Heftige Kritik an Sparplänen

Sozialabbau: VdK ruft zu Massenprotest auf

Schwalm-Eder. Die Politik in Berlin treibt Menschen wie Klaus Brandt aus Fritzlar und Karl-Heinz Brethauer aus Spangenberg auf die Straße. Sie sind Mitglieder des Sozialverbandes VdK, der zum ersten Mal in seiner Geschichte zu einer massenhaften kreisweiten Aktion aufruft.

Der Protest, der am Dienstag, 26. Oktober, bei einem Marsch und einer Kundgebung in der Kreisstadt Homberg deutlich sichtbar werden soll, richtet sich gegen den Sozialabbau in Deutschland. Klaus Brandt, Vorsitzender des VdK-Kreisverbandes Fritzlar-Homberg, ruft alle Einwohner des Landkreises auf, sich an der Protestaktion zu beteiligen.

„Machen Sie mit, unterstützen Sie unsere Forderungen, protestieren Sie gemeinsam mit dem VdK“, fordert Klaus Brandt die Menschen auf. Von den unsozialen Vorhaben der Bundesregierung sei die gesamte Bevölkerung betroffen, nicht nur Mitglieder der Sozialverbände

Gegenstand der Proteste sind das Sparpaket, die geplante Gesundheitsreform und Bestrebungen, die Rentengarantie wieder abzuschaffen. Die Pläne treffen laut VdK vor allem ärmere Menschen, die Gesundheitskosten würden über Zusatzbeiträge einseitig den Arbeitnehmern und Rentnern aufgebürdet.

„Diese geballte Ladung sozialer Grausamkeiten werden wir nicht widerspruchslos hinnehmen“, sagt Brandt. Irgendwann sei das Maß voll. Er beklagt vor allem, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander driftet.

„Jetzt reicht’s!“ lautet deshalb auch das Motto der Protestveranstaltung am 26. Oktober. Die VdK-Kreisverbände Melsungen, Ziegenhain und Fritzlar-Homberg sind Veranstalter. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr an der Stadthalle, von dort marschieren alle gemeinsam zum Marktplatz.

Hauptredner bei der Kundgebung ab 15 Uhr wird Dr. Günther Schnell aus Kassel sein, stellvertretender Landesvorsitzender des VdK Hessen/Thüringen. (ula)

Quelle: HNA

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