Fachkräfte sollen im Unterricht unterstützen

Sozialarbeiter jetzt auch an Grundschulen im Schwalm-Eder-Kreis

Schwalm-Eder. Zur Unterstützung im Unterricht werden künftig auch an Grundschulen Schulsozialarbeiter eingesetzt.

22,25 Stellen seien dem Staatlichen Schulamt Fritzlar dafür zugewiesen worden, erläuterte dessen Leiter, Burkhard Schuldt, auf Anfrage.

Für den Schwalm-Eder-Kreis stehen 14,75 Stellen für 32 Schulen zur Verfügung, im Landkreis Waldeck-Frankenberg sind es 7,50 Stellen für 16 Schulen.

Aufgabe der neuen Kräfte ist die Unterstützung im Unterricht, denn immer mehr Kinder mit Beeinträchtigungen besuchen die Regelschulen (Inklusion). Die Stellen werden vom Land finanziert und sind bereits weitgehend ausgeschrieben worden, erklärte Schuldt. Der Einsatz soll im Umfang von halben Stellen pro Schule beziehungsweise an sieben Grundschulen im Umfang von viertel Stellen erfolgen. Teilweise würden die Stellenanteile benachbarter Grundschulen auch kombiniert.

Der Landkreis beschäftig bereits über den Starthilfe-Ausbildungsverbund 20 Schulsozialarbeiter, die an weiterführenden Schulen arbeiten, dort aber nicht im Unterricht eingesetzt werden, wie das jetzt für die Grundschulen geplant ist. Die Mitarbeiter in diesen neuen Stellen sollen unbefristet vom Land angestellt werden. Landrat Winfried Becker hofft, dass es nicht zur Konkurrenzsituation kommen wird. Der Arbeitsmarkt sei leer gefegt. Er könne sich vorstellen, die bei der Starthilfe angestellten Mitarbeiter in den Dienst des Landkreises zu nehmen, was auch eine etwas bessere Vergütung zur Folge hätte.

Als einen wichtigen ersten Schritt bewertet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Einstellung der Sozialarbeiter an Grundschulen. „Ich bin sicher, dass sie im Alltag weiterhelfen werden. Die Stellen reichen aber nicht aus“, sagte Bodo Hofmann-Thomschewski vom GEW-Kreisverband Melsungen-

Fritzlar. 

54 Millionen Euro hat das Land Hessen im Doppelhaushalt 2018/2019 für 700 Sozialpädagogen eingeplant, von denen 400 an Grundschulen eingesetzt werden sollen. Sie gehen auf den Erlass zur Umsetzung der unterrichtsbegleitenden Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkräfte (UBUS) zurück. Weitere 300 Stellen soll es zum August für die Sekundarstufen sowie Berufliche Schulen geben. Nach Informationen der CDU-Kreistagsfraktion werden 15 Schulen von diesem Angebot profitieren. Es handele sich um zusammen sieben Stellen. Diese Form der Entlastung der Schulen sei bundesweit einzigartig, so der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Reinhard Otto.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.