Forstdirektor Uwe Zindel Festredner beim Neujahrsempfang

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Bürgerpreis an das Eisenbahnmuseum Naumburg: Bürgermeister Stefan Hable, Karl Leßmeier, Peter Hübscher, Peter Schwarze, Herbert Hillinger, Wilfried Feiler, Friedrich Lesch, Stadtverordnetenvorsteher Mike Gerhold (von links). 

Naumburg. „Pro Sekunde wachsen forstwirtschaftlich in unseren Wäldern zwei Kubikmeter Holz nach.“ So Uwe Zindel, Leiter des Forstamtes Wolfhagen, zu Beginn seiner Festrede beim Neujahrsempfangs der Stadt Naumburg am Samstagnachmittag im rappelvollen Haus des Gastes.

Die Frage an die Besucher am Ende seines Vortrags zum Thema „Wald als Zukunft - mehr als eine grüne Menschenfreude“ , wieviel Holz während seiner Rede nachgewachsen sei , beantwortete er selbst: 7000 Kubikmeter.

Neujahrsempfang der Stadt Naumburg

Eine kaum vorstellbare Menge, die aber, so der Forstmann, differenziert bewertet werden müsse. Denn während in anderen Regionen der weltweite wirtschaftliche „Holzhunger“ durch katastrophalen Raubbau vor allem in den Regenwäldern gestillt werde, was auch negative Auswirkungen auf das Weltklima zur Folge hat, so besitze in der deutschen Forstwirtschaft die Nachhaltigkeit absolute Priorität. „Daran“, so Zindel, „wird keinen Millimeter gerüttelt.“ Denn der Wald sei etwas ganz Besonderes, stehe zukunftsorientiert für Stabilität, Vielfalt und Qualität. Neben den wirtschaftlichen Aspekten sei er für die Menschen die billigste und größte Sozialeinrichtung.

Uwe Zindel

Zeit zum kommunalen Umdenken in Zeiten leerer Kassen forderte in seiner Bilanz Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable ein. „Wir dürfen nicht unser Kirchturmdenken verteidigen, sondern können nur bestehen, wenn wir gemeinsam, interkommunal handeln.“ Bei allen politischen Anstrengungen, so das Stadtoberhaupt weiter, „kann es Naumburg ohne Hilfe nicht allein schaffen.“

Musikalisch gestaltet wurde der Neujahrsempfang vom Posaunenchor Elbenberg, für einen Imbiss sorgten die Naumburger Landfrauen. (zih)

Quelle: HNA

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