Rote Zahlen

Kommunaler Wohnungsbau Schwalmstadt: Droht die Pleite?

Eins der Häuser der KWS: Im Volksmund heißt dieser Block „Fuchsbau“. Foto: Quehl

Schwalmstadt. Die tiefroten Wirtschaftszahlen der KWS (Kommunale Wohnungsgesellschaft Schwalmstadt) legt Bürgermeister Dr. Gerald Näser am Donnerstagabend im Wirtschaftsplan vor.

Schwalmstadt. Weiterhin rote Wirtschaftszahlen der KWS (Kommunale Wohnungsgesellschaft Schwalmstadt) legte Bürgermeister Dr. Gerald Näser den Stadtverordneten am Donnerstagabend im KWS-Wirtschaftsplan 2014 vor.

Für die stadteigene Gesellschaft mit ihren 80 Wohneinheiten sieht es nicht rosig aus. Im zuletzt abgerechneten Wirtschaftsjahr 2012 beträgt das Defizit 42.000 Euro, und laut Näser deutet nichts auf eine Verbesserung der Lage hin. In den nächsten Jahren werden die Verluste laut Näser vielmehr steigen, Defizite von 50 000 Euro pro Jahr und mehr seien zu erwarten.

Jahrelang rote Zahlen

Seit 2006 schreibt die im Jahr 1992 gegründete KWS keine schwarzen Zahlen mehr. Es sei denkbar, dass die Pleite nicht abwendbar sei, sagte der Verwaltungschef im Gespräch mit der HNA. Der Schuldenstand liegt gemäß des Berichts derzeit bei über 1,8 Mio. Euro.

Die KWS hält Wohnblocks und Häuser in Treysa, zum Beispiel auf der Baus, aber auch in anderen Vierteln und Stadtteilen. Laut Näser ist es ein wachsendes Problem, dass die Entrümpelung von Kellern und Wohnungen Tausende kosten.

Die KWS hat zwar einen Buchwert von 2,5 Mio. Euro, doch der Verwaltungschef bezweifelt, dass das am Markt realistisch ist. Einige Wohnungen können durch ihren hohen Sanierungsaufwand gar nicht vermietet werden. Die Kostenansätze für Reinigung, Entrümpelung und Räumungsklagen werden im neuen Wirtschaftsplan 2014 angehoben.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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