Soziales Projekt in der alten Berufsschule

Wollen Leben in die alte Kreisberufsschule bringen: Petra Scholl-Munsel, Geschäftsführerin des Emstaler Vereins, Ditmar Schott, Erster Vorsitzender und Landrat Uwe Schmidt. Foto: Hempel

Wolfhagen. Ein Ort, an dem hilfebedürftiger Menschen auf andere treffen, soll aus der ehemaligen Herwig-Blankertz-Schule in Wolfhagen werden. Dafür will der Bad Emstaler Verein 1,6 Millionen Euro in die Hand nehmen.

In dem leerstehenden Gebäude an der Liemeckestraße entsteht ein Servicecenter für das psychosoziale Zentrum, erklärt Petra Scholl-Munsel, Geschäftsführerin des Emstaler Vereins.

Kurzclip: Petra Scholl-Munsel zu dem Projekt

Das Zentrum in der Kurfürstenstraße ist zu klein geworden“, sagt Scholl-Munsel. Auch habe sich die Zielgruppe der Vereinsarbeit verändert. „Das Servicecenter soll nicht nur für psychisch Kranke da sein, sondern für alle, die Unterstützung brauchen.“ Gemeint sind Menschen aller Altersgruppen mit psychischen und seelischen Problemen, die hier zum Beispiel hauswirtschaftliche oder handwerkliche Hilfe finden. „Das Servicecenter ist eine Erweiterung unseres Angebots.“

Das Haupthaus der alten Kreisberufsschule soll stehen bleiben. „Wir werden Teile des Unter-, des Erd- und des ersten Obergeschosses mit eigenem Zugang umbauen“, sagt Ditmar Schott, Vorsitzender des Emstaler Vereins. In einem Aufenthaltsraum wird etwa ein Computer stehen, an dem Hilfesuchende Bewerbungen schreiben können. Ein Ruheraum soll Menschen die Möglichkeit geben, sich zurückzuziehen. Auch eine „Krisenwohnung“ ist geplant. „Wenn jemand krank und ohne Angehörige ist, kann er dort erst mal unterkommen und muss nicht gleich ins Krankenhaus.“

„Weg vom Wegschließen“

Geplant ist weiterhin ein Bistro als Begegnungsort für kranke Menschen, dessen Tür aber allen offen stehen soll. Damit komme man „weg vom Wegschließen“, sagt Landrat Uwe Schmidt. „Es ist wichtig, dass kranke Menschen soweit es geht in vertrauter Umgebung bleiben können.“ Das Nebengebäude soll einem Neubau weichen. Wo früher der Hausmeister untergebracht war, soll die Geschäftsstelle entstehen sowie eine Küche.

Vier bis sechs Arbeitsplätze für behinderte Menschen, hat Geschäftsführerin Scholl-Munsel geplant, sollen im neuen Servicecenter entstehen.

Bürgermeister Reinhard Schaake sehe in dem Projekt einen wichtigen Schritt, um die Stadt Wolfhagen „für die Zukunft fit zu machen“. „Neben den erneuerbaren Energien stellen wir vor allem auch den sozialen Aspekt in den Vordergrund“, so Schaake.

Quelle: HNA

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