2,5 Stellen - Ippinghausen, Ehlen und Dörnberg gehen leer aus

Sozialpädagogen für sechs Grundschulen im Wolfhager Land

Von den 400 neuen Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte an Grundschulen in Hessen entfallen 2,5 Stellen auf Grundschulen im Wolfhager Land.

Landesweit sollen 682 Schulen von der Initiative profitieren. Das bestätigte Sabine Schäfer, stellvertretende Leiterin des Staatlichen Schulamtes. 

Die Ausschreibungen seien bereits erfolgt und die Bewerbungsfristen abgelaufen. Die Besetzung erfolge noch in diesem Schuljahr. Für die insgesamt 33,5 Stellen an 65 Schulen in Stadt und Landkreis Kassel hätten sich 135 Personen beworben, viele der Kandidaten hätten ihre Unterlagen mehrfach an Schulen geschickt, sagt Schäfer, „so dass den Schulen am Ende über 400 Bewerbungen vorlagen“.

Aus Sicht des Schulamtes relevant für die Verteilung der Stellen waren die Gesamtschülerzahl sowie die Zahlen der inklusiv beschulten Kinder und vorbeugenden Projekte. Nach diesen Kriterien erhalten die Schulen Balhorn, Naumburg, Breuna und Wolfhagen jeweils eine halbe Stelle, die Schulen in Zierenberg und Wenigenhasungen je 0,25 Stellen. Die Einrichtungen in Ippinghausen, Ehlen und Dörnberg gehen leer aus. Aufgabe der sozialpädagogischen Fachkräfte ist es, die Lehrer im Unterricht und bei der Erziehung zu unterstützen, eine Unterrichtsvertretung sei nicht vorgesehen. 

Als einen Schritt in die richtige Richtung begrüßt Jens Zeiler, Kreisvorstandsvorsitzender der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft Kassel Land, die Einstellung der sozialpädagogischen Fachkräfte. Doch es gibt auch Kritik: So gebe es kaum Schulen, die eine volle Stelle erhielten. Entweder müssten die Bewerber in Teilzeit arbeiten oder an mehreren Schulen tätig sein. Auch sei der Erlass nicht eindeutig in der Aufgabenbeschreibung. Jede einzelne Schule musste ihr eigenes Stellen- und Aufgabenprofil erarbeiten. Das berge Konfliktpotenzial.

Die Aufgaben der neuen Mitarbeiter

Neben der Unterstützung von Lehrern bei deren Bildungs- und Erziehungsauftrag, sollen die sozialpädagogischen Fachkräfte Schüler fördern und mit der Sozialarbeit der Kommunen zusammenarbeiten. Zu den Aufgaben, die sich an Schüler richten, zählen unter anderem Hausaufgabenhilfe und Betreuungsangebote, Schülerberatung, Leseförderung, präventive Maßnahmen, Begabtenförderung und zusätzliche Unterrichtsangebote, etwa Deutsch für Migranten. Bei der Unterstützung von Lehrern könnten sie folgende Aufgaben übernehmen: Kollegiale Fallberatung, Koordinationsstunden und die weitere Ausgestaltung von Vertretungskonzepten.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa/Uwe Anspach

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