Spangenberg: Betreiber für Wildladen gesucht

Im Verkaufsraum: Alexander Süß (von links), Jürgen Schamm von Radio Kellner sowie die Eigentümer Heinz Ploß und Ursula Ploß. In diesem Raum soll der Wildladen entstehen. Fotos: Gehlen

Spangenberg. Mit ungewöhnlichen Methoden wird in Spangenberg der Kampf gegen den Leerstand aufgenommen: Dort soll in einer alten Metzgerei ein Wildladen entstehen.

Waren, Zulieferer, Geschäftsplan und Verkaufsraum gibt es bereits - nur ein Betreiber fehlt noch.

Mit dem Projekt könne man eine Nische besetzen, so die Hoffnung in Spangenberg. Denn für Jäger fehle bisher ein geregelter Absatzmarkt. Deshalb sollen in dem Spangenberger Wildladen künftig Wildfleisch und regionale Spezialitäten wie Honig, Kartoffeln und Marmelade angeboten werden.

„Es gibt genug Lieferanten dafür“, sagt Alexander Süß vom Gewerbeverein „Wir sind Spangenberg“. Die Kaufleute unterstützen die Idee, weil sie auf eine Belebung der Innenstadt hoffen. Den Anstoß für das Projekt hat die Agentur Coopolis aus Berlin gegeben. Diese war von der Stadt Spangenberg beauftragt worden, sich um den Leerstand im Ort zu kümmern. Das Ergebnis ist nun der Wildladen.

Der soll in der Burgstraße in der alten Metzgerei von Ursula und Heinz Ploß entstehen. Seit einem Jahr stehen die Räume dort leer. Dabei wäre für einen Wildladen alles da: Es gibt einen 50 Quadratmeter großen Verkaufsraum, Kühlmöglichkeiten, einen Zubereitungsraum und Lagerfläche. 150 Quadratmeter sind es maximal - der neue Betreiber muss die Flächen aber nicht komplett nutzen.

Überhaupt wollen die Spangenberger möglichen Interessenten weit entgegenkommen: „Wir brauchen jemanden, der bereit ist, ein Einzelhandelsgeschäft zu betrieben - mit allen Vor- und Nachteilen sowie unserer Hilfe“, sagt Süß.

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Quelle: HNA

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