Spangenberger Kirchenvorsteher empfehlen Zusammenschluss zum 1. Januar

Am Fuße der Wartburg: Kirchenvorsteher aus Spangenberg, Elbersdorf, Schnellrode, Landefeld und Herlefeld berieten über einen Zusammenschluss.

Spangenberg. Über einen Zusammenschluss zur Verwaltung ihrer Kirchengemeinden und über die weitere inhaltliche Zusammenarbeit haben die Kirchenvorsteher von Spangenberg, Elbersdorf, Schnellrode, Landefeld und Herlefeld beraten. Nun ist dies Thema in getrennten Sitzungen der jeweiligen Kirchenvorstände.

Und auch die Gemeindemitglieder sollen darüber informiert werden: am morgigen Sonntag sind die Landefelder an der Reihe.

Nach der Pfarrstellenkürzung im Vorjahr – die Pfarrstelle 2 in Spangenberg war aufgehoben worden, die Pfarrstelle Landefeld zur neuen Pfarrstelle Spangenberg 2 umgewandelt worden – war bereits das neue Kirchspiel Spangenberg entstanden. Nun soll auch der verwaltungsmäßige Zusammenschluss erfolgen. In Eisenach empfahlen die Kirchenvorsteher die Annahme der Vereinigungsvereinbarung zum 1. Januar 2012, teilt Pfarrer Dr. Volker Mantey mit.

Neuer Name

Sichtbarstes Zeichen des Zusammenschlusses wird der Name sein: Die neue Kirchengemeinde heißt „Spangenberg“, mit den Pfarrstellen in Spangenberg und Landefeld. Vereinfacht werde dadurch der Verwaltungsaufwand: Es wird nur noch ein Haushaltsplan aufgestellt. Das Vermögen der Kirchengemeinden wird auf die neue Gesamtkirchengemeinde übertragen, allerdings bleiben Rücklagen, zweckgebundenes Geld, die Sammlung des Freiwilligen Gemeindebeitrags und Erträge aus Vermögen bei den Einzelgemeinden.

33 Kirchenvorsteher

Alle Kirchenvorsteher – es sind derzeit 33 – bilden einen großen neuen Kirchenvorstand, der für ortsübergreifende Angelegenheiten wie Haushaltsplan und Großprojekte zuständig ist. Angelegenheiten, die nur einzelne Stadtteile betreffen, werden auch weiterhin vor Ort entschieden. Dazu bilden die Kirchenvorsteher eines Stadtteils einen Kirchenvorstandsausschuss, der in Fragen des Gottesdienstes, für Veranstaltungen und örtliche Angelgenheiten verantwortlich ist.

Ein Stimmbezirk

Der Zusammenschluss der Gemeinden bringt für die früher selbstständigen Gemeinden im Hinblick auf die nächste Kirchenvorstandswahl im Herbst 2013 einen Vorteil: Mussten bislang mindestens sechs Gemeindemitglieder einen örtlichen Kirchenvorstand bilden, so kann diese Zahl nun darunter liegen, da die Gemeinde einen Stimmbezirk bildet und in den großen Kirchenvorstand eine vorher frei festzulegende Zahl an Kirchenvorstehern entsendet. Mantey: „Besonders die kleinen Kirchengemeinden können von dieser Regelung profitieren.“ (bmn)

Quelle: HNA

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