Spangenberger Reitturnier: Parade der Pferdefreunde

Spangenberg. Wer immer in der nächsten Zeit eine große Veranstaltung in Spangenberg plant, er wird sich wohl hilfesuchend an Peter Tigges wenden: Der Spangenberger Bürgermeister gilt seit dem Gala-Abend beim Spangenberger Reitturnier als absoluter Wettergott.

Kaum ein Redner, der den Rathauschef nicht für den Monsun verantwortlich machte, der da niederging und den Festplatz in eine Seenlandschaft verwandelt hatte. „Die Veranstalter haben in diesem Jahr sogar für einen großen Pool gesorgt“, witzelte Moderator Jörg Lohr.

Doch zum Lachen war Turnierleiter Thomas Pfanzelt wohl erst zumute, als statt des Regens der Sekt für die Besucher im Festzelt floss. 250 Pferdefreunde aus der ganzen Region waren gekommen, um das Traditionsturnier zu würdigen, das in diesem Jahr zum 24. Mal stattfindet.

Möglich machen das vor allem Sponsoren wie die Familie Kullmann aus Spangenberg, die Pfanzelt als das „finanzielle Rückgrat“ bezeichnete und mit großem Dank bedachte. Der galt auch den vielen Helfern, die das Reitturnier in den Wolkenbrüchen der vergangenen Tage vorm „Absaufen“ bewahrt haben. „Wir haben das große Glück, dass wir wissen, wen wir anrufen können - es sind viele, die uns ganz schnell aus der Not helfen“, sagte Pfanzelt: „Dieser Einsatz mit Leidenschaft und Herzblut, der ist es, der Spangenberg ausmacht.“

Dieser Einsatz sei es, der das Spangenberger Turnier am Leben erhielten, betonte auch Dr. Jörg Kullmann. Seinen eigenen finanziellen Einsatz sieht er als lohnende Investition in die Gesellschaft. „Das muss man nicht lange prüfen: Diese Rechnung geht immer auf“, ist sich Kullmann sicher.

Sicher war sich auch Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke: Nordhessen sei dynamisch, es bewege sich viel. Die Geschichte von Thomas Pfanzelt, dass man immer Helfer in der Not fände, sei symptomatisch für die Region: „Die Nordhessen sind eine Familie, wenn es drauf ankommt.“

Heute und morgen kommt es in Spangenberg aber nur auf eines an, auf den Sport. Pfanzelt gab sich am Donnerstag zuversichtlich: Der Dauerregen habe dem erst im vorigen Jahr neu gebauten Turnierplatz nichts anhaben können.

Und falls es nun doch wieder schütten sollte, weiß Pfanzelt ja, an wen er sich wenden kann. Welch ein Glück. Denn schließlich haben nur die wenigsten Menschen einen Wettergott im Rathaus sitzen.

Bilder von der Gala

Gala zum Spangenberger Reitturnier

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Kasiewicz

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