Er dreht auch selbst Clips

Mike Koch aus Spangenberg tritt in Schweighöfers Film "Vaterfreuden" auf

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Er ist filmbegeistert: Mike Koch aus Spangenberg hat eine Statistenrolle in der neuen Komödie von Matthias Schweighöfer. Außerdem drehte er gerade einen Beitrag für den Wettbewerb "99 Fire-Film-Award"

Spangenberg. Mike Koch wird sich an diesem Wochenende zum ersten Mal selbst im Kino sehen: Der 17-Jährige aus Spangenberg spielt als Statist in Matthias Schweighöfers neuer Komödie "Vaterfreuden" mit.

Im vorigen Sommer hatte Koch beim sozialen Netzwerk Facebook den Aufruf des Schauspielers gesehen, der dort Komparsen für seine neue Produktion suchte. Koch suchte seine Referenzen zusammen und bewarb sich. Gute Bewerbungsunterlagen hatte er: Schon ein Jahr zuvor hatte der damals 16-Jährige eine Statistenrolle in der deutsch-australischen Serie "In your dreams" ergattert, die teilweise in Melsungen gedreht worden war.

Schweighöfer sah diese Szene anscheinend mit Vergnügen, denn er verpflichtete Mike Koch. Der reiste nach München und drehte dort einen Tag lang zusammen mit 90 anderen Statisten eine Theaterszene. Neun von diesen 90 hat die Kamera gut eingefangen Koch ist einer davon. Der Drehtag sei zwar sehr lang, aber auch sehr witzig gewesen, berichtet er: "Schweighöfer ist ein lockerer Typ, der auch gerne mal ein Späßchen macht." Was ihm imponierte: "Der steht total hinter den Dingen, die er macht."

Aber genau das tut der junge Spangenberger, der gerade eine Ausbildung als Mediengestalter absolviert, auch. Er steht sogar so sehr hinter seinen Ideen, dass er jetzt am Wettbewerb "99 Fire-Film-Award" teilnahm. Der richtete sich an Hobbyregisseure, Filmverrückte, und kreative Köpfe und stellte ungewöhnliche Bedingungen: Ab dem Zeitpunkt, an dem das Film-Motto im Internet bekannt gegeben wurde, hatten die Teilnehmer exakt 99 Stunden, um einen 99 Sekunden-Film zu konzipieren, zu drehen und zu schneiden. Die prominent besetzte Jury es stimmten unter anderem Axel Milberg, Kai Wiesinger und Ursula Karven ab legte Wert auf Kreativität, auf Schnelligkeit und Geistesblitze. Und vor allem auf den Spaß am Filmemachen.

All das hat Mike Koch. Er drehte einen Kurzfilm zum Thema "Wie das Internet die Wahrnehmung verändert" und war dabei Regisseur, Schauspieler und Produzent in einem. In einer Nachtschicht schnitt er die Szenen zusammen. Sie zeigen, wie den Menschen den Blick häufiger aufs Handy als auf das richten, was in der Realität direkt vor ihnen liegt. Einen Preis erhielt er dafür zwar nicht. Sein Preis aber ist ein anderer: Mike Koch weiß jetzt ganz genau, was er will. Filme machen. Denn das kann er.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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