Spangropharm investiert zwei Millionen Euro in Elbersdorf

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Befüllt einen Automaten: Antje Hillwig arbeitet bei Spangropharm. Neben Arzneimitteln handelt das Unternehmen auch mit einem Nebensortiment, das beispielsweise Blutzuckerteststreifen umfasst.

Elbersdorf. Schmale Straßen, eine Baustelle vor der Haustür, die nächste Autobahn ist eine Viertelstunde Fahrtzeit entfernt: Für Unternehmen, die ihr Geld mit der Lieferung von Waren verdienen, ist Elbersdorf kein idealer Standort.

Doch der Pharmaziegroßhändler Spangropharm trotzt diesen Umständen: Das Unternehmen ist seit Jahren auf Wachstumskurs und bekennt sich zum Standort. Zwei Millionen Euro investiert die Firma gerade in ein neues Verwaltungsgebäude. „Der Neubau ist ein Signal, dass wir Spangenberg treu bleiben“, sagt Geschäftsführer Reiner Dilchert.

Von hier aus beliefert Spangropharm 450 Apotheken, deren Standorte weit über die Region hinausgehen: Weimar, Nordhausen, Warburg, Gießen, Fulda. Wenn irgendwo ein Fahrzeug mit dem Schild „Eilige Arzneimittel“ unterwegs ist, hat es wahrscheinlich Waren aus Spangenberg an Bord. Die Geschwindigkeit gehört zum Geschäft: Wenn ein Kunde in Weimar beispielsweise ein Medikament vormittags bestellt, verlässt die Ware um 12 Uhr die Firma Spangropharm und ist um 17 Uhr in der Apotheke.

Um diese Zeiten einzuhalten, haben die Spangenberger ein raffiniertes System zur Kommissionierung - dem Zusammenstellen von Artikeln aus einem Sortiment - eingerichtet: Jeder Bestellung wird eine Plastikbox zugeordnet, die auf Förderbändern durch das Lager flitzt.

Abgearbeitet werden die Aufträge nicht chronologisch, sondern nach Priorität. Bestellungen, die nicht zeitkritisch sind, drehen ein paar Runden. „Dadurch bringen wir wichtige Aufträge nach vorn“, sagt Dilchert. (gör)

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Quelle: HNA

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