Spaß und Abwechslung bei den Ferienspielen in Bad Emstal

Freuen sich auf zwei aufregende Ferienspiel-Wochen: von links der 14-jährige Hospitant Filit Göcmen, Betreuer Alexander Feil (21 Jahre) und Jugendpfleger Klaus Ferrari. Foto: pju

Bad Emstal. Es riecht nach Mittagessen. Im Kursaal wird wild und durcheinander gesprochen und gelacht. 62 hungrige Kinder verschlingen Klöße, Gulasch und Rotkraut. Sie haben auch allen Grund dazu. Der Vormittag war sehr ereignisreich: die Kinder haben fleißig gemalt und gebastelt, gespielt und getobt.

Nachdem Mittagessen geht es dann etwas beschaulicher zu: ein Film mit Asterix und Obelix. Das Wetter spielt heute nicht mit. Die diesjährigen Ferienspiele in Sand stehen unter dem Motto Filmfestspiele. Heute wird das Thema Komik-Figuren behandelt.

Der 21-jährige Alexander Feil und seine Betreuer-Kollegen haben alle Hände voll zu tun. Die Kinder sind zwischen sechs und zwölf Jahren. „Jedes einzelne Kind wird von allen Betreuern immer ganz besonders behandelt“, sagt Feil. „Die Kinder sollen in den zwei Wochen mit Freude hierherkommen und strahlend wieder nach Hause gehen.“ Damit das auch so klappt, haben sich die zehn Betreuer vor den Ferienspielen viele Gedanken gemacht. In gemeinsamen Treffen haben sie den Plan für die zwei Wochen festgelegt und jeden Tag durchstrukturiert.

Lange im Voraus geplant

Für Essen und Getränke ist auch gesorgt. Das wurde ebenfalls schon weit im Voraus geplant. „Ich stehe jeden Morgen um halb acht vor dem Lebensmittelladen und kaufe frisch ein“, sagt Jugendpfleger Klaus Ferrari. „Danach geht es weiter zum Bäcker und Fleischer.“ Der gebürtige Kasseler ist seit 25 Jahren Jugendpfleger in den vier Gemeinden von Bad Emstal.

Bilder der Ferienspiele

Ferienspiele in Bad Emstal

Seit dieser Zeit sieht er Veränderungen - sowohl bei den Eltern als auch den Kindern. „Die Ansprüche der Eltern sind gestiegen“, sagt der 61-Jährige. „Die Kinder haben heute mehr Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.“ Außerdem seien die Kinder früher leichter zu motivieren gewesen als heute. „Die Kinder sitzen meist vor dem Computer oder Handy“, sagt Klaus Ferrari. Dem versucht der 61-jährige mit den Ferienspielen entgegenzuwirken. „Hier erleben die Kinder beim Spielen, Basteln, Essen und Trinken wieder ein Gruppen- und Zugehörigkeitsgefühl.“ „Als Betreuer muss man vor allem Toleranz und Einfühlungsvermögen mitbringen“, sagt Klaus Ferrari. Den Jugendpfleger drücken aber vor allem die Nachwuchssorgen. „Ich wünsche mir, dass sich mindestens jedes Jahr vier bis sechs Jugendliche finden, die hier gerne hospitieren und mitmachen wollen.“

An sechs Wochenenden im Jahr können diese dann mit 16 Jahren die Jugendleitercard erwerben.

Quelle: HNA

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