Philipp Maus betreibt seit sieben Jahren eine mobile Hüpfburgenlandschaft

Spaß im Monster-Schlund

Herr über riesige Luftschlösser und aufblasbare Riesenmonster: Phillip Maus Fotos:  Hoffmann

Wolfhagen. Wenn Philipp Maus morgens den Stecker in den Stromkasten steckt, verwandelt sich ein riesiger Haufen unscheinbarer Plastikplanen im Nu in eine Traumwelt für Kinder.

20 Gebläse lässt er seit Freitag auf dem Festplatz Liemecke um die Wette brummen, die mit je zweieinhalb Kilowatt seine luftigen Riesen am Leben erhalten. Behäbig streckt sich das grüne Krokodil gen Himmel, um mit bedrohlicher Schnauze nach dem nicht minder beeindruckenden Löwen auf der anderen Seite des Platzes zu schnappen.

Am Ende eine Rutsche

Die ersten Besucher warten schon, um im tiefroten Schlund des Monsters zu verschwinden, wohl wissend, dass am Ende eine Rutsche auf sie wartet. Über die geht es mit Karacho raus ins kunterbunte Hüpfburgenparadies, mit dem der rheinländische Schausteller seit sieben Jahren überall in Deutschland Kinderherzen höher schlagen lässt.

Mit Karacho durchs Dschungelland: Der dreijährige Peer Gante amüsiert sich prächtig.

Mittelpunkt des mobilen Freizeitparks ist das Dschungelland, laut Maus mit etwa zehn einzelnen Modulen Europas größte Hüpfburg. 31 Meter breit und 15 Meter tief, ragt der grüne Riese fast zehn Meter in die Höhe. „Das ist schon etwas Besonderes und mit den üblichen Hüpfburgen nicht zu vergleichen“, sagt der 38-Jährige. „Im Dschungelland gibt es für die Kinder unzählige Hindernisse zu durchleben, ob sie nun durch komplexe Röhren kriechen, eine gigantische Mauer aus Steinen überwinden oder sich durch eine beinahe ausweglose Lianenlandschaft kämpfen müssen, der Phantasie sind fast keine Grenzen gesetzt.“

Aus England

Das hat natürlich auch seinen Preis, rund 70 000 Euro ist das gute Stück wert. Maus hat es für etwa die Hälfte gebraucht in England bestellt, wobei er besonders auf die Qualität geachtet hat. „Hüpfburg ist nicht gleich Hüpfburg, bei Plane, Nähgarn und Verarbeitung gibt es riesige Unterschiede.“ An der Qualität wolle er nicht sparen. „Es geht schließlich um die Sicherheit der Kinder.“

Die springen dann auch in Wolfhagen sorglos von Hüpfburg zu Hüpfburg, brausen Rollbahnen herab oder genießen die kühle Erfrischung auf der Wasserrutsche, während sich Mama und Papa eine entspannende Auszeit in den gemütlichen Liegestühlen rund um die farbenfrohen Luftkissen gönnen und das Treiben ihrer Sprösslinge im Auge behalten.

Stundenlang toben die Kinder umher, bis irgendwann völlig erschöpft die Luft raus ist. Wie auch aus den riesigen Hüpfburgen, wenn Philipp Maus am Abend die Stecker aus dem Stromkasten zieht und nicht viel mehr von der aufblasbaren Traumwelt übrig bleibt, als ein riesiger Haufen unscheinbarer Plastikplanen.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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