Diskussion über Jugendpflege in Breuna - Stellungnahme der Sozialdemokraten

SPD: Jugendarbeit im Ort wichtig

Breuna. Die Breunaer Sozialdemokraten sprechen von einseitiger Berichterstattung zum Thema Jugendpflege in der Gemeinde. Wie berichtet, wurde ein CDU-Antrag auf die vorübergehende Nicht-Besetzung einer Jugendpfleger-Stelle abgelehnt.

Die SPD erklärt dazu, dass die Stelle eines Jugendpflegers im Stellenplan vorgesehen sei und der Gemeindevorstand die Stelle bereits ausgeschrieben habe.

Die SPD-Fraktion sei der Meinung, dass freie Jugendarbeit „nach wie vor einen hohen Stellenwert in unserer Gemeinde haben sollte, gerade auch für die Jugendlichen, die nicht Mitglied in Vereinen sind, was natürlich eine Zusammenarbeit nicht ausschließt, so wie es auch bisher der Fall war“.

In der Stellenausschreibung durch die Gemeinde seien bereits Vorgaben enthalten, was ein Jugendpfleger zu leisten habe, beziehungsweise was von ihm erwartet werde, so Renate Seewald (SPD), Vorsitzende des Jugendausschusses.

Nicht lange schieben

Ein darüber hinausgehendes Konzept könne nicht von Mitgliedern der Gemeindevertretung erarbeitet werden - „wir sind alle keine Fachleute auf diesem Gebiet“. Das müsse vielmehr vom Jugendpfleger selbst unter „Berücksichtigung der Gegebenheiten vor Ort“ erstellt und dem Ausschuss nach einer gewissen Einarbeitungszeit vorgestellt werden, so Seewald. Sie fordert gleichzeitig, dass die Stellenbesetzung nicht zu lange hinausgeschoben werden solle, da die kalte Jahreszeit vor der Tür stehe und es von Seiten der Jugendlichen schon Nachfragen gegeben habe, wann die Jugendräume wieder geöffnet werden würden.

Die Existenz der Jugendräume sei allerdings auch an das Vorhandensein eines Jugendpflegers gebunden, da die Gemeinde den Jugendlichen die Räume nicht unbeaufsichtigt überlassen könne, heißt es weiter.

Seewald: „Der in dem Antrag der CDU-Fraktion enthaltene Vorschlag, Jugendarbeit im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit zu organisieren, lässt sich nach Meinung der SPD nicht ohne weiteres organisieren und realisieren, da ein Jugendpfleger vor Ort sein sollte, der in unserem Fall mit vier zu betreuenden Ortsteilen genug zu tun haben wird und nicht noch zum Beispiel zwischen zwei Kommunen pendeln kann.“

Hier sei Kontinuität gefragt, außerdem wäre man dann abhängig vom guten Willen der Partnergemeinde, wodurch Ärger programmiert wäre. (red/awe)

Quelle: HNA

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