Schwalmstädter Haushalt mit 2,5-Millionen-Euro-Loch ist mehrheitlich durch

SPD, CDU und FDP sagten Ja

Großbaustelle: Die gewaltige Stützmauer wächst derzeit vom Bahngelände abwärts. An diese Mauer, die im Auftrag der Investoren gebaut wird, soll das geplante Einkaufszentrum rückseitig anschließen. Foto: Quehl

Der Schwalmstädter Haushalt für das laufende Jahr mit einem Fehlbedarf von über 2,5 Mio. Euro ist unter Dach und Fach. In der Stadtverordnetensitzung im Ziegenhainer Rathaus stimmten die Fraktionen von SPD, CDU, und FDP geschlossen für das Zahlenwerk (29 Ja-Stimmen). Dagegen waren die Parlamentarier von Bündnis 90/Grüne, Freien Wählern und der Linken (neun Nein-Stimmen).

Sehr ausführlich und grundsätzlich fielen – zweieinhalb Monate vor der Bürgermeisterwahl – die Reden der Fraktionssprecher aus (siehe weitere Artikel). Eine gute Stunde wurde die Situation der Stadt aus den verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und ein erstes Resümee auf die Gesamtleistung des scheidenden Bürgermeisters gehalten. Auch Wilhelm Kröll meldete sich zum Schluss zu Wort. „Ich stehe zu den Schulden“, unterstrich Wilhelm Kröll. Sie seien zu großen Teilen durch die Investitionen ins Wasser- und Kanalnetz verursacht, auf der Habenseite stehe auch ein großes Volumen an Fördergeldern. Er sei stolz darauf, dass die Haushalte immer von einer großen Mehrheit getragen worden seien. Kröll: „Schwalmstadt hat sich positiv entwickelt, ich trete am 30. September stolz ab.“

Im gleichen Stimmverhältnis wie der Etat wurde das Haushaltssicherungskonzept angenommen.

• Ergebnishaushalt, Erträge: 24 Mio. Euro, Aufwendungen: 26,5 Mio. Euro

• Steueranteile und Schlüsselzuweisung: 23 Mio. Euro

Quelle: HNA

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