Hilfe aus der Gemeinschaft

192 Spender bei Typisierungsaktion für Leukämiekranke Roswitha Woitassek

Wolfhagen. Exakt 192 Menschen ließen sich am Samstagnachmittag in der Wolfhager Stadthalle typisieren, um der an Leukämie erkrankten Roswitha Woitassek aus Istha im Idealfall mit ihren Stammzellen zu helfen.

Rund 30 Freiwillige waren im Einsatz, um die Typisierungsaktion zu diesem Erfolg zu führen. 

Vom Kuchenbäcker über Arzthelferinnen bis hin zu denjenigen, die die Spender in Empfang nahmen und gemeinsam mit ihnen die Registrierung in der Deutschen Stammzellspenderdatei vornahmen - Viele waren bereit zu helfen.

„Als wir vor einigen Wochen gehört haben, dass Roswitha Woitassek schwer erkrankt ist, haben wir uns sehr schnell entschieden, zu helfen“, sagt Wolfgang Hensel vom Verein zur Förderung der Dorfentwicklung und -erneuerung. „Die Hilfe kommt aus der Vereinsgemeinschaft Istha und wir hoffen, dass wir nicht nur Roswitha helfen können, sondern auch anderen, die unter der gleichen Krankheit leiden.“ Die Aktion zeige den Gemeinsinn, den die Isthaer in ihrer Gemeinde entwickelt hätten. Zahlreiche Menschen aus dem Wolfhager Ortsteil selbst seien zur Typisierung gekommen, aber auch aus den umliegenden Orten hätten viele eine Blutprobe abgegeben.

Wer als Stammzellenspender für Woitassek oder andere Erkrankte in Frage kommt, wird demnächst von den Mitarbeitern der Deutschen Stammzellspenderdatei des DRK kontaktiert. Angst brauche davor niemand zu haben, sagt Ruben Römer, administrativer Leiter aus Frankfurt. „Die Stammzellenübertragung schmerzt nicht und ist zu vergleichen mit einer normalen Blutentnahme.“ Im Vorfeld werde ein Medikament gespritzt, um die Stammzellen im Blutkreislauf zu mobilisieren.

Diese würden dann am Tag der Entnahme aus dem Blut herausgefiltert. „Die Menschen aus dem Wolfhager Land haben einen enorm wichtigen Beitrag zu unserer Arbeit geleistet, können nun im besten Fall Menschenleben retten.“

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare