Zweiter Chefarzt der Kardiologie im Ziegenhainer Klinikum

Dr. Elvan Akin  ist der Spezialist für Herzen

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Chefarzt-Team: Dr. Elvan Akin (rechts) unterstützt Dr. Matthias Schulze in der Kardiologie der Ziegenhainer Klinik.

Ziegenhain. Dr. Elvan Akin ist der Spezialist, wenn das Herz aus dem Tritt gekommen ist. Der 42-Jährige unterstützt zukünftig das Team im Bereich der Kardiologie der Asklepios-Klinik Ziegenhain als zweiter Chefarzt.

Akin behandelt Menschen mit Herzrhythmusstörungen, er ist zuständig für den Bereich der Elektrophysiologie. „Wir haben hier in Schwalmstadt eines der modernsten Geräte, um Herzrhythmusstörungen ausfindig zu machen und zu therapieren“, sagt er.

Dabei geht der Fachmann folgendermaßen vor: Der Patient bekommt einen Herzkatheter zur Diagnose über die Venen eingeführt. Dann werden elektrische Signale abgegeben, um so feststellen zu können, wo die Rhythmusstörungen ausgelöst werden. Im Anschluss verödet der Arzt diese Stellen am Organ, damit das Herz wieder richtig arbeiten kann. Er spricht dabei von Verödungstherapie.

Alternative zum Medikament

Der Fachmann bietet damit eine Alternative zur Therapie mit Medikamenten, zudem verspricht er eine Heilungschance von 80 Prozent. Um so eine Behandlung zu bekommen, haben Kranke bisher bis ins Ruhrgebiet fahren müssen, betont Dr. Matthias Schulze, der seit 2006 die Innere Medizin und Kardiologie als Chefarzt leitet.

Akin war am Herzzentrum in Duisburg tätig, zuvor betreute er in Hannover Menschen mit Herz- und Lungentransplantationen sowie schweren Herzkrankheiten. Er studierte in Hannover und im Ausland. Patienten müssen bereits jetzt vier Wochen auf einen Termin bei dem Fachmann warten, so groß sei die Nachfrage. Der Kardiologe legt Wert auf eine angenehme Atmosphäre bei der Behandlung: „Ich spreche die Sprache der Patienten“, sagt er.

Kurze Wege

Die Kardiologie in Ziegenhain verfügt über zwei Herz-Katheter-Labore, zudem ist für akute Fälle direkt die Notaufnahme angeschlossen. Für die Patienten mit Herzkrankheiten entstehen so kurze Wege. Im Notfall wird der Herzkranke erst stabilisiert, um später von Elvan Akin und seinem Team behandelt zu werden.

„Wir haben den Anspruch, die beste Kardiologie in der Gegend zu haben“, sagt Geschäftsführer Dr. Christoph Engelbrecht. Im vergangenen Jahr wurden 4000 Patienten stationär in der Kardiologie behandelt. Die Abteilung hat nach Angaben der Asklepios-Klinik einen Einzugsbereich von Kassel bis nach Marburg. Mit dem Neuzugang Elvan Akin will die Klinik ihr kardiologisches Angebot komplettieren.

• Terminvergabe für die Kardiologie-Sprechstunde im Klinikum unter Tel. 066 91/799 247.

Quelle: HNA

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