Borkener Kinderfeuerwehr feierte zehnten Geburtstag - Neues Boot für Wasserrettung

Spiel mit Feuer und Wasser

Wasser marsch: Die Borkener Kinderfeuerwehr feierte am Wochenende den zehnten Geburtstag mit viel kühlendem Nass. Foto: Zerhau

Borken. Doppelten Grund zum Feiern hatte die Borkener Feuerwehr am Pfingstwochenende. Die Kinderfeuerwehr feierte den zehnten Geburtstag und die Einsatzabteilung bekam ein neues Rettungsboot.

Auf Initiative von Silvia Krecks und Heike Dickhaut wurde die Kinderfeuerwehr 2004 ins Leben gerufen. Wehrführer Axel Beier unterstützte die Nachwuchsarbeit mit zunächst 20 Kindern im Alter von sechs bis zehn Jahren.

Anna-Christin Heyn leitet die Gruppe von 40 Jungen und Mädchen. Christin Bott, Timo Dech, Caroline Kassebeere und Esther Prior unterstützen sie dabei. Die Gruppe trifft sich alle 14 Tage am Stützpunkt.

Spielerisch werden die Grisus, benannt nach einer kleinen grünen Trickfilmfigur eines Drachen, der Feuerwehrmann werden wollte, auf die Arbeit in der Jugendfeuerwehr vorbereitet. Wie Axel Beier sagte, seien ein Drittel Feuerwehrthemen, der Rest Spiel und Spaß.

Spiel ohne Grenzen

Zum Geburtstag gab es für die Kinder ein Spiel ohne Grenzen an sechs Stationen mit Büchsenwerfen und Stiefelweitwurf. Zur Abkühlung spielten sie im Schatten mit dem Wasser aus der Kübelspritze. 20 Kinderfeuerwehrgruppen aus neun Feuerwehren nahmen an den Wettkämpfen teil. Die vierte Mannschaft der Gastgeber siegte, gefolgt von Mannschaft sechs der Grisus und Dittershausen-Rommershausen.

Für die Arbeit mit den Kindern überreichte der stellvertretende Stadtjugendfeuerwehrwart Oliver Klatte die Floriansmedaille in Bronze an Anna-Christin Heyn, Ralf Krecks wurde zum Brandmeister befördert.

Neues Rettungsboot

Neu zum Fuhrpark der Borkener Feuerwehr gehört seit dem Wochenende das Rettungsboot RTB 1. Die Borkener Feuerwehr bildet seit 1995 zusammen mit der DLRG die Wasserrettung Schwalm-Eder.

Das neue Boot wurde für die Einsätze an den Seen in Borken und dem gesamten Schwalm-Eder-Kreis angeschafft.

Boot, Motor und Trailer kosteten 7500 Euro, die aus Einnahmen von gebührenpflichtigen Einsätzen wie etwa die Beseitigung von Schadstoffspuren sowie mit Spenden finanziert wurde.

Bürgermeister Bernd Heßler übergab das Boot in einer Feierstunde von der Freiwilligen Feuerwehr Borken an die Einsatzabteilung. Haupteinsatzgebiet sind die Wasserflächen rund um Borken sowie der gesamte Schwalm-Eder-Kreis.

Das Boot wurde auf den Namen Kurt getauft, zu Ehren von Kurt Wiederhold, der von 1975 bis 1990 Wehrführer in Borken war. Taufpatinnen waren Silvia Schulze und Kerstin Senf aus Fritzlar.

Deren Männer waren im Januar 1994 bei einem Hochwasser an der Eder am Fritzlarer Wehr in Lebensgefahr geraten und mit einem Boot in Sicherheit gebracht worden. (zzp)

Quelle: HNA

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