Das Computer-Turnier soll Spieler anlocken

"Paradox-Lan" in der Kulturfabrik

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Freut sich schon auf die nächste Lan-Party: Gerrit Bonn vom Organisationsteam der überregionalen Veranstaltung.

Melsungen. Still halten ist schwierig, wenn man sich beim Spielen an der Konsole die Haare schneiden lässt. Möglich ist die Kombination aus Friseur und Spielothek bei einer der größten Computerspielpartys in Nordhessen, der Paradox-Lan in Melsungen.

Die Veranstalter konnten nun erstmals die Kulturfabrik mieten. Sie erwarten bei

der 13. Ausgabe des E-Sport-Events im kommenden Januar 100 Computerfans. Das

wäre ein Teilnehmerrekord. Dank eines professionellen Businessplans konnten sie

namhafte Sponsoren gewinnen.

Die Spieler erwartet auf der Lan-Party, so wird das Vernetzen vieler Computer zum gemeinsamen Spielen genannt, ein Rundumservice. „Es wird nicht nur kostenlose Haarschnitte von einem Melsunger Friseur geben“, verspricht Gerrit Bonn. Der Melsunger ist stellvertretender Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins, der die Paradox-Lan ausrichtet. Über das elektronische Bestellsystem können sich die Teilnehmer Fastfood und andere Einkäufe direkt an den Platz liefern lassen. Außerdem sind Stromanschluss und Datensteckdose im Startgeld inbegriffen. Bei Turnieren in verschiedenen Computerspielen winken Gewinne, wie Mäuse und Tastaturen. „Wir bieten auch Minispiele, wie das Nerf-Gun-Turnier, an.“ Nerf-Guns sind Plastikpistolen, die kleine Pfeile mit Saugnäpfen verschießen.

Die Paradox-Lan hat mittlerweile Tradition und ist überregional bekannt. „Die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland“, erklärt der 20-jährige Student. „Angefangen hat alles 2007 mit einer Geburtstagsparty für einen Freund“, erzählt Gerrit Bonn. Seitdem sei die Veranstaltung weiter gewachsen: Damals im Januar trafen sich 60 Spieler mit ihren Computern im Dorfgemeinschaftshaus Obermelsungen.

Nächste Party im Januar

Für die nächste Paradox-Lan müssen Gerrit Bonn und sein Team viel organisieren: „Wir verlegen ein Starkstromnetz und richten ein Glasfaserkabelnetz ein.“ Ohne Starkstromkabel drohen Kurzschlüsse. Das Glasfasernetz ist nötig, um die größeren Distanzen in der Halle zu überbrücken und die Menge der Daten überhaupt transportieren zu können.

Ein halbes Jahr haben sie noch Zeit für die Vorbereitungen. Die ersten Anmeldungen sind bereits eingegangen. Bis es losgehen kann, gibt es für das Organisationsteam noch einiges zu erledigen: Die Preise müssen von den Sponsoren angeliefert und den Gewinnspielen zugeordnet, das Catering muss vorbereitet und die Gameserver geladen werden.

Infos: www.paradoxlan.de

Von Jonathan Vorrath

Quelle: HNA

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