Steinwaldschule Neukirchen: Improvisationstheater zum Thema „Jungs“ im Atrium

Spielen mit den Klischees

Pointierte Szenen: Die Theatergruppe des jahrgangsübergreifenden Wahlkurses brachte am Donnerstagabend Szenen mit improvisierten Texten auf die Bühne. Fotos: Rose

Neukirchen. Jungs standen am Donnerstag im Mittelpunkt einer gleichnamigen Theateraufführung in der Neukirchener Steinwaldschule. Die Theatergruppe des jahrgangsübergreifenden Wahlkurses brachte heitere und nachdenkliche Episoden auf die Bühne im Atrium. 16 Mädchen und ein Junge zeigten eine Sammlung aus selbst erarbeiteten Szenen und mit improvisierten Texten. Die Leitung des Improvisationstheaters lag in den Händen von Gudrun Schreckenberger und Nicco Holland-Jopp.

Alle Spielvorlagen hatten sich die Akteure selbst erarbeitet: Dabei überzeugten sie vor allem mit sehr viel Liebe zum Detail, Feinsinnigkeit und Wortwitz sowie dem wohl dosierten Spiel mit Klischees. Dass es von denen reichlich gibt, bewiesen die Schüler in dynamischer und origineller Ausdrucksform. Mit viel Gespür für Pointen persiflierten die jungen Leute eine ganze Reihe von Vorurteilen. Etwa, dass es beim ersten Treffen überhaupt nicht gut ankommt, wenn der Auserwählte beim Kinobesuch allzu emotional wird oder Frauen in Stresssituationen einfach immer Schuhe kaufen müssen.

Herrlich übertrieben wirkte auch die szenische Darstellung eines Trainingscamps, wo die jungen Soldatinnen das Küssen lernen sollten. Die Dialoge trieben dem Publikum vor Lachen die Tränen in die Augen.

Der einzige Junge in der schauspielernden Runde machte seine Sache hervorragend. Überspitzt und erfrischend persiflierte er den Besitzer einer Brautmoden-Boutique, erzählte pointiert und witzig übers Fremdknutschen.

Wunsch ging in Erfüllung

Schließlich endete der muntere Reigen wie er enden musste: Niklas hatte Redebedarf. Denn Niklas wünschte sich eines sehnlichst: Kontakt zu Mädchen. Der Wunsch ging schließlich in Erfüllung, als die Damen dem schüchternen Sprössling in Serie auf die Sprünge halfen und ordentlich einheizten.

In den Szenen wurden jedoch auch ernste Themen bearbeitet: Scheidungskinder oder die Braut, die der Gatte zwei Tage vor der Hochzeit sitzen ließ. Am Ende waren die Gäste im gut gefüllten Atrium restlos begeistert und spendeten tosenden Applaus. Denn sie erlebten einen Theaterabend voller Improvisation, Esprit und Wortwitz – großartig!

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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