Erfolgreicher Kampf von Eltern

Spielplatz in Treysa wird nun doch gebaut

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Noch grüne Wiese mit Fußballtor: Über den Dächern des Neubaugebiets Metze in Treysa wird wunschgemäß ein Spielplatz gebaut.

Treysa. Ein jahrelanges Tauziehen ist vorbei: Auf dem Bolzplatz am Funkturm Igelsheide in Treysa entsteht nun doch ein Spielplatz, möglicherweise sogar ein Mehrgenerationenplatz.

Damit haben sich Eltern aus dem Neubaugebiet auf der Metze durchgesetzt. Sie wollten das kleinere Areal am Alten Bassin nicht akzeptieren. In der letzten Stadtparlamentssitzung kritisierte Bürgermeister Stefan Pinhard vor der Abstimmung über die Bauleitplanung, dass die Elterninitiative ihr Angebot, den Spielplatz Funkturm in Eigeninitiative zu bauen und zu unterhalten, nicht aufrecht erhalten habe. Der Bürgermeister: „Das ist schade, denn das ehrenamtliche Engagement wäre ein schönes Signal gewesen – auch weil es in anderen Projekten schon funktioniert“. Der gesamte Magistrat sei irritierten gewesen, „allerdings vielmehr über die Pressegespräche und einige Aussagen der Elterninitiative. So kann man nicht mit der Stadt umgehen!“

Der Weg werde nun frei, auf der Fläche einen Kinderspielplatz zu planen. Die Anregung für einen Mehrgenerationenplatz sollen laut Pinhard geprüft werden (Das sagt, rechts). Selbstverständlich brauche Schwalmstadt auch künftig eine gute soziale Infrastruktur.

Tobias Kreuter (SPD) merkte an, dass es schon jahrelang um einen Spielplatz an dieser Stelle geht. Er forderte, eine Mehrgenerationenvariante zu schaffen, da solche Vorhaben mit bis zu 75 Prozent gefördert würden, es sei „ein guter Platz für ganz Treysa“. Im Übrigen solle man nicht an Konzepten kleben. Kreuter rief die Öffentlichkeit zur Unbequemlichkeit auf: „Gehen Sie den Politikern auf die Nerven und stellen Sie notfalls eine breite Öffentlichkeit über die Presse her.“

Karina Moritz (CDU) lobte das Projekt, „ich denke, es wurde dazu gelernt“.

Von einem „Geschmäckle“ sprach Thomas Kölle (FWG), „der Investor hat die Erträge, Schwalmstadt die Kosten“. Was die Bebauung der Metze angehe, so sei wohl etwas im Städtebaulichen Vertrag falsch gelaufen.

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Quelle: HNA

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