Europa fördert Spielgeräte und Parkplatz für Wanderer auf dem Kellerwaldsteig

Spielplatz mitten in der Natur

Bänke für den Spielplatz in Jesberg: Symbolisch packen von links an Friedhelm Beckmann (Dorf- und Regionalentwicklung), Lisa Küpper (Geschäftsführerin Region Kellerwald-Edersee), Erhard Pretz (Gemeinde Jesberg), Karl Scheili (Architekt des Spielplatzes), Bürgermeister Günter Schlemmer und Bürgermeister Volker Zimmermann. Foto: Schmitt

Jesberg. Auch wenn Jesberg am südlichen Zipfel der Region Kellerwald-Edersee liegt, will die Gemeinde am Fuß des Jeust vom Förderangebot des europäischen Leader-Programms profitieren. Das Ziel: Den Tourismus ankurbeln, um damit die heimische Wirtschaft zu stärken, sagt Bürgermeister Günter Schlemmer.

Die beiden jüngsten Projekte – ein Spielplatz in der Nähe des Campingplatzes und ein Parkplatz für Wanderer am Eingang zum Freizeitgeländes – sollen nach Meinung von Schlemmer dazu beitragen, Touristen zu locken. Allein der Spielplatz kostet 60 000 Euro, die Hälfte wird über das Leader-Programm gefördert.

In die Jahre gekommen ist der alte Spielplatz mit Seilbahn, Klettergerüsten und Sandkasten. Die nicht mehr sicheren Spielgeräte sollen weichen und ein neuer Naturspielpark entstehen. Unter der Planung des Landschaftsarchitekten Karl Scheili sind die Arbeiten am Spielplatz weit fortgeschritten. Wenn das Wetter mitspielt, könnte der Nachwuchs an Ostern oder Anfang Mai den Spielplatz in Besitz nehmen.

Denn die Arbeiten sind nach Angaben des Architekten weitgehend abgeschlossen. Dazu wurde die Fläche des ehemaligen Minigolf-Platzes neu gestaltet. Sandkasten, Rutsche, Vogelnestschaukel und ein Klettersechseck sollen die Mädchen und Jungen zum Spielen einladen. Eine Attraktion ist der Wasser-Matsch-Bereich, wo sich der Nachwuchs austoben kann. Mit Natursteinen aus dem Kellerwald entsteht ein Amphitheater, das zum Klettern und Ausruhen einlädt. Mit heimischen Gehölzen entsteht eine Trennung zwischen Spiel- und Tennisplatz. Die noch fehlende Schutzhütte soll mit Kindern und Helfern aufgebaut werden. Grundsätzlich sagt Scheili, sei ein Naturspielpark ein Projekt, das sich immer verändere.

Ein weiterer touristischer Anziehungspunkt ist der Wanderparkplatz am Eingang zum Freizeitgebiet. Von dort aus, sagt Schlemmer, sei der Einstieg in den Kellerwaldsteig, wegen der Ausstattung als Premium-Wanderweg ausgezeichnet, möglich. Auch können die Wanderer von dem Parkplatz aus auf zwei Rundwanderwegen mit zwei und fünf Kilometer Länge, den Kellerwald erkunden.

Von Rainer Schmitt

Quelle: HNA

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