Bad Karlshafen langt im Kreis bei Steuern zu – Im Altkreis hebt Trio Grundsteuer an

Spitzenreiter im Norden

Unterm Rettungsschirm: Die Gemeinde Bad Emstal erhebt nach einer Erhöhung im Wolfhager Land die höchsten Grundsteuern. Foto: Triesch

Wolfhager Land. Einsamer Spitzenreiter bei den Steuern im Landkreis Kassel ist die Stadt Bad Karlshafen, die ihre drei wichtigsten Steuern auf über 400 Prozentpunkte angehoben hat.

In Bad Karlshafen zahlen Betriebe 410 Prozentpunkte Gewerbesteuer (50 mehr als 2012) sowie 415 Punkte (plus 65) für unbebaute (Grundsteuer A) und 415 Punkte (plus 105) für bebaute Grundstücke (Grundsteuer B).

Im Wolfhager Land erreicht keine der Städte und Gemeinden die 400 Prozent-Grenze. Ganz nah dran ist allerdings die Gemeinde Bad Emstal. Die Kommune, die unter dem Rettungsschirm des Landes Hessen steht, hat die Grundsteuer A und B jeweils um 30 Punkte angehoben auf nun 390.

Vorauseilender Gehorsam

Auch in Breuna gab es eine Veränderung bei der Grundsteuer. „Wir haben sie angehoben, um ein Haushaltskonsolidierungskonzept zu umgehen und handlungsfähig zu bleiben“, sagt Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann, „gewissermaßen in vorauseilendem Gehorsam“. Bei der Grundsteuer A wurden 50 Punkte draufgesattelt, hier steht die Marke bei 350, bei der Grundsteuer B waren es ebenfalls 50 Punkte auf jetzt 330.

Auch die Stadt Zierenberg hat bei der Grundsteuer nachjustiert: Jeweils 25 Prozentpunkte wurden draufgesattelt, auf jetzt 380 (A) und 355 (B).

Keine Veränderungen gab es in Wolfhagen, Naumburg und Habichtswald.

Alle Kommunen im Wolfhager Land haben unverändert einen einheitlichen Hebesatz bei der Gewerbesteuer, er liegt bei 380 Prozent, der Durchschnittswert im Landkreis Kassel: 375 .

Gemeinsamkeiten

Und es gibt noch weitere Gemeinsamkeiten: Die sechs Städte und Gemeinden im Altkreis Wolfhagen verzichten auf Pferdesteuer, Vergnügungssteuer, Zweitwohnsitzsteuer und Bettensteuer. Für Spielapparate kassieren Wolfhagen, Naumburg und Zierenberg.

Bei der Erhebung der Hundesteuer liegen die Altkreiskommunen nicht weit auseinander: Bad Emstal verlangt für den ersten Hund 69 Euro, gefährliche Hunde kosten 590 Euro pro Jahr. Jeweils 66 Euro Hundesteuer verlangen Naumburg und Wolfhagen, gefährliche Hunde kosten in Naumburg allerdings 650 Euro, in Wolfhagen 540 Euro.

In Habichtswald zahlen Hundehalter 75 beziehungsweise 630 Euro, in Zierenberg 90 und für Hunde, die auf der Liste der gefährlichen notiert sind 600 Euro.

Für Listenhunde zahlt man in Breuna die niedrigste Steuer: 480 Euro. Der normale Ersthund kostet pro Jahr 72 Euro Steuern.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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