Der HSV-Fanclub 38/50 Schorbach feierte mit Lotto King Karl zehnten Geburtstag

Sport-Rock aus dem Norden

Immichenhain. Ganz in Blau-Weiß präsentierte sich die Alte Schuhfabrik am Samstagabend. Mit Dutzenden Fähnchen, Flaggen und Bannern hatten die Mitglieder des HSV-Fanclubs Schorbach die Halle geschmückt.

Ähnlich sah es bei den 300 Gästen aus, die mit Schals, Fußball-Trikots oder Jeansjacken mit unzähligen Aufnähern ausgerüstet waren. Viele trugen auch eigens für das Jubiläum gedruckte schwarze T-Shirts.

Niederlage dämpfte

Doch ging es zu Beginn etwas verhalten zu bei den Fans. Kein Wunder, hatte der HSV doch am Nachmittag eine herbe 6:0-Niederlage gegen den 1. FC Bayern München eingefahren. „Wenn wir heute gewonnen hätten, wäre das Haus aus allen Nähten geplatzt“, sagte Pressewart Axel von Baumbach.

Ein Film über die „HSV-Eule“ Michael Eulogie aus Schornbach und sein kleines HSV-Museum aus dem Jahr 2009 stimmte das Publikum auf die Attraktion des Abends ein: Den Hamburger Musiker Lotto King Karl, der direkt aus der Hansestadt angereist war.

Als Lotto King Karl, mit bürgerlichem Namen Gerrit Hesemann, und sein langjähriger Weggefährte Carsten Pape die Bühne betraten, war die Enttäuschung vergessen. „Wir hätten auch zweistellig verlieren können, Leute. Also Prost!“, war Lottos einziger Kommentar zum Spiel.

Das Akustik-Duo mit Gitarre, Schellenkranz, Kazoo und Mundharmonika rockte anständig. Mit norddeutschem Charme und gut Klatschbasen Rhythmen trieben sie das textsichere Publikum an. Die Lieder erzählten mit einem Augenzwinkern von der Liebe zum Fußball, Hamburg und Dosenbier. Bei der Stadion-Hymne „Hamburg, meine Perle“ fühlten sich die Fans wie im Volksparkstadion.

Von Sebastian Vogt

Quelle: HNA

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