Sportliche Schlamschlacht

300 Läufer beim Ziegenhainer Silvesterlauf im Schützenwald

Gestartet wurde mit dem obligatorischen Silvester-Knaller: Der Silvesterlauf im Schützenwald Ziegenhain fand in seiner bereits 45. Auflage statt. Fotos: Rose

Ziegenhain. Es war ein kräftezehrender Lauf, den am Donnerstag 289 Leistungs- und Hobbyathleten im Schützenwald absolvierten: So viele Läufer wie noch nie waren am Silvestertag nach Ziegenhain gekommen, um bei der 45. Auflage des Spektakels dabei zu sein.

„Wir mussten die Startnummern noch selbst malen – wir waren begeistert vom Zuspruch“, sagte Sabine Schrammel-Wunderlich, die seit vielen Jahr zum Helferteam gehört.

Die Tradition

Ausgerichtet wird der Lauf seit jeher vom Tuspo Ziegenhain. Gleichzeitig ist der Volkslauf auch der finale Lauf des Schwalm-Eder-Laufcups. Dabei waren es zumindest in diesem Jahr glücklicherweise nicht Eis und Schnee, die herausfordernd für die Athleten waren, sondern vielmehr Schlamm und ein entsprechend weicher Boden.

Das Drumherum

Rutschiger Boden: Beim Lauf war Konzentration angesagt.

Am frühen Nachmittag gaben sich nicht nur die Dauergrößen der nordhessischen Laufszene eine Stelldichein im Wald, auch viele Hobbysportler ließen das Jahr sportlich aktiv ausklingen. Mit dabei waren auch Freunde und Verwandte, die fleißig anfeuerten und Daumen drückten und bei Tee und Würstchen mitfieberten.

Moderiert wurde der Lauf vom Tuspo-Präsidenten Thomas Schrammel, im Startbereich behielt Bernd Bick den Überblick. Für gute Stimmung war die Gruppe Sempre Samba zuständig, die den Wartenden mit Trommelklängen im Samba-Reggae-Stil einheizte.

Die Sportler

79 Athleten machten den Anfang und gingen auf die erste, kürzere Distanz von etwas über 2,7 Kilometern. Gestartet wurden beide Läufe mit dem obligatorischen Silvester-Knaller. Als jüngste Sportler starteten Luca Philip Wehbrink, Emelie Koch, Fabian Scharf, Felix Schmidt und Linus Scharf, alle Jahrgang 2008. Karl-Heinz Römer, Jahrgang 1932, ging als ältester Teilnehmer auf die Strecke und bewies einmal mehr, dass Laufen keine Frage des Alters sein muss.

Römer startete im Hauptfeld und reihte sich auf der insgesamt 8,1 Kilometer langen Strecke unter 210 Athleten ein. Unter den Läufern waren diesmal auch Flüchtlinge aus Ziegenhain und Neukirchen.

Auch in diesem Jahr rechnete Schrammel nicht mit einem neuen Streckenrekord: „Der aktuelle stammt von 1992 und liegt bei 26 Minuten.“ Doch nicht nur die Athleten aus den großen Vereinen wie SC Neukirchen und Tuspo Borken – auch die Hobbyläufer bewiesen Ehrgeiz und Motivation. „Hierbei steht nicht allein die Leistung im Vordergrund, es geht darum, dass Jahr sportlich und unter Gleichgesinnten ausklingen zu lassen“, erklärte der Präsident des Tuspo.

Die Resultate

Für viele Läufer gehört der Silvesterlauf zur Tradition: Dieter Vaupel nahm zum 32. Mal teil.

Mit einer Zeit von knapp 28 Minuten entschied Martin Herbold den Hauptlauf und damit auch den Schwalm-Eder-Laufcup klar für sich. Tanja Nehme blieb bei den Damen unangefochten an der Spitze.

Begleitet von den Anfeuerungsrufen der Zuschauer liefen die Athleten glücklich und gelöst in den Zielbereich ein – mit dem guten Vorsatz, auch im kommenden Jahr läuferisch wieder ihr Bestes zu geben.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare