Vorstellung Donnerstag mit Felix Römer

Sprache, die mächtige Waffe: Schüler schrieben literarische Texte

Mit Spaß an der Sache: Schüler Andreas Riegel und Dichter Felix Römer feilen noch etwas an der Performance. Heute treten einige Schüler der Radko-Stöckl-Schule auf. Sie werden vor Publikum ihre eigenen Texte vortragen. Foto: Becker

Melsungen. Er will Jugendlichen Spaß an der deutschen Sprache vermitteln: Felix Römer, Dichter und Moderator, ist zu Gast in Melsungen.

30 Schüler der Radko-Stöckl-Schule befinden sich mitten in den Vorbereitungen für den Poetry-Slam, einen literarischen Wettstreit, der Donnerstag ab 19 Uhr in der Schule stattfindet.Zwei Tage arbeiteten Elft- und Zwölftklässler an selbstgeschrieben Gedichten. Auch andere Textsorten sind bei solchen Wettbewerben möglich.

Unterstützt werden die Schüler von Felix Römer, Profi und deutscher Vize-Meister im Poetry-Slam. Stück für Stück tasteten sie sich mit seiner Hilfe an die Texte heran. „Ich möchte, dass die Schüler ihre Sprache als unendliches Spielzeug und mächtige Waffe erkennen“, sagt der 33-Jährige. Es ist ihm anzumerken, dass er seinen Beruf leidenschaftlich lebt. Seit 15 Jahren ist er aktiv in der Szene. Er selbst stehe nicht mehr so oft auf der Bühne wie früher, da er seine Fähigkeiten und Erfahrungen jetzt jüngeren weitergebe.

Es gehe ihm nicht darum, dass die Schüler perfekte Texte schrieben– der Spaß solle im Vordergrund stehen.

Schon nach wenigen Versuchen erarbeiteten die Jugendlichen tiefgründige und ernste Texte.

„Jeder Mensch kann für sich ein Poet sein, er muss es nur zulassen.“

Ihre Zeilen sind teils sehr persönlich und handeln meist von Alltagssituationen, oft auch Liebe. Selbst der Profi war beeindruckt. „Wenn man einmal richtig drin ist, dann läuft’s“, sagte der 17-Jährige Julian Helbing und zeigt auf seinen Text, der eine ganze Seite umfasst.

Sonderlich beliebt sei die Poesie im Allgemeinen unter Jugendlichen nicht, sagte Römer. Sie sei noch zu unbekannt und werde oft nur als Schuleinheit angesehen. Ein Poetry Slam leiste einen großen Beitrag, dies zu ändern. Spielerisch und mit Spaß will Römer den Jugendlichen Poesie schmackhaft machen: „Jeder Mensch kann für sich ein guter Poet sein, er muss es nur zulassen.“

Einige der Nachwuchsdichter stellen heute Abend ihre Werke den Gästen im Foyer Schule vor (Eintritt frei). Das Publikum kürt dann den Sieger des Abends. Dieser wird am Finale in Eschwege teilnehmen. Amtierende Schulsieger sind Steffen Schubert und Hakan Erbay.

Quelle: HNA

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