Schüler der Grundschule Am Tor spielten ein Theaterstück vor 350 Besuchern

Die Sprache der Tiere verstehen

Borken. Der Zoowärter kündigte, weil die Papageien ihn verrückt gemacht hatten. Die Suche nach einem neuen Tierpfleger gestaltete sich vergnüglich für die 350 Zuschauer des Theaterstücks „Der kleine Zoowärter“ von Barbara Peters, das die Theater-AG der Grundschule am Tor in Borken aufführte.

Zweimal im Jahr zeigen Schüler der vierten Klassen ein Bühnenstück für Eltern, Geschwister und Mitschüler. Das habe Tradition, sagte Schulleiter Jörg Fuchs. Umrahmt wurde die Darbietung von Auftritten der Tanz-AG und musikalischer Unterhaltung der Musik-AG. Requisiten und Kulissen wurden von der Kunst-AG angefertigt.

26 Kinder machten mit bei der Darstellung der Geschichte des kleinen Zoowärters. Seit Beginn des Halbjahres hatten die Lehrerinnen Melanie Kalb und Silke Kohl mit den Kindern geprobt. Die Mitarbeit in der Gruppe gehört zum Schulalltag. Eine Theater-AG in der Grundschule sei das Beste, was es gebe, meinte Kalb.

Manche, die sonst schüchtern seien, blühten richtig auf und zeigten beim Schauspiel ihre Stärken. „Die Kinder haben Spaß und gewinnen Selbstsicherheit“, sagte Kohl. Schon dass sie sich trauten, vor Publikum aufzutreten, stärke das Selbstbewusstsein.

Lustig und lehrreich

Die Geschichte des kleinen Zoowärters war für die Kinder nicht nur lustig, sondern auch lehrreich. Nachdem der Zoowärter gekündigt hat, sucht der Zoodirektor einen neuen Tierpfleger. Es stellen sich lauter Bewerber mit besonderen Eigenschaften vor: die Pünktliche, der Stärkste, die Schönste, die überzeichnet dargestellt für Komik sorgten. Doch die Wahl der Tiere fällt auf den unscheinbarsten, kleinsten Bewerber, denn von ihm fühlen sie sich verstanden.

Die Moral von der Geschichte: Wenn man jemanden wirklich liebt, versteht man ihn auch. Das Bühnenspiel kam bei den Zuschauern gut an. Am Morgen war die Theater-AG bereits vor Mitschülern und Kindern der Borkener Kindergärten aufgetreten.

„Es hat mir richtig gefallen“, erzählte die neunjährige Xenia Leikam. Der neue Zoowärter hatte es ihr angetan: „Ich fand das so nett, dass er die Tiere gefüttert und gestreichelt hat, und, der kann die Tiersprache verstehen.“ (yma)

Quelle: HNA

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