Sprengschächte auf B 83 vermutet

Guxhagen. Auf der Bundesstraße 83 bei Guxhagen ragen etliche Gullideckel aus dem Asphalt heraus. Außerdem ist die Anzahl erstaunlich hoch und die Platzierung ungewöhnlich. Dr. Ehrhart Appel meint, den Ursprung zu kennen. Seiner Meinung nach handelt es sich um Sprengschächte.

Das heißt, unter den Deckeln verbergen sich keine Schächte in die Kanalisation, sondern abgeschlossene Schächte mit einem Boden.

Appell war beim Regierungspräsidium Kassel unter anderen zuständig für die zivile Abstimmung von Baumaßnahmen mit der Bundeswehr. Er kennt aus dieser Zeit auch die Sprenglöcher entlang der B 83. „Die Schächte gibt es an strategisch wichtigen Stellen. Mit einer Detonation im Verteidigungsfall sollte Infrastruktur wie Straßen und Brücken zerstört werden“, sagt Appell. Pioniere hätten dann die Schächte aber noch mit Sprengmitteln ausrüsten müssen.

Deckel wiegen 150 Kilogramm

Er habe sich die Lage der Deckel vor Ort angeschaut. Vieles deute daraufhin, dass es sich um Sprengschächte handele. Eine genauere Untersuchung sei nur möglich, wenn die Straße gesperrt wird. Die Deckel der Schächte waren früher 150 Kilogramm schwer, durch ein großes Kreuz gekennzeichnet und hatten eine Arretierungsschraube in der Mitte. (ddd)

Quelle: HNA

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