34-Jähriger aus dem Altkreis beleidigte Beamte

Spucke für Vermieter, Tritte für die Polizei

Schwalm/Marburg. Für einen 34-Jährigen aus dem Altkreis Ziegenhain bleibt es bei einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe von sechs Monaten. Der Mann hatte sich wegen mehrfacher Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten müssen.

Gegen die Höhe des Strafmaßes hatte der Mann vor dem Marburger Landgericht Berufung eingelegt. Die zog er wegen zu geringen Erfolgsaussichten vor der Verhandlung allerdings wieder zurück.

Der mehrfach einschlägig vorbestrafte Mann hatte sich an einem Abend im April vergangenen Jahres in der Wohnung seiner Freundin aufgehalten und sich dort so lautstark mit ihr gestritten, dass die Nachbarn die Polizei alarmiert hatten. Bei ihrem Eintreffen hatte der 34-jährige sofort höchst aggressiv reagiert und die beiden Beamten mit nationalsozialistischen Parolen und unflätigen Ausdrücken beschimpft. Dabei war er mit erhobenen Fäusten und drohend aggressiv auf die Beamten losgegangen und hatte darüber hinaus den Hitlergruß gezeigt. Auch nach der Festnahme des Mannes hatte dieser die Beamten auf dem Weg zum und auf deren Dienststelle mit Kraftausdrücken beleidigt.

In einem weiteren Fall, zwei Tage später, war es der Vermieter seiner Freundin, den er mit ähnlichen Kraftausdrücken traktierte und sogar nach ihm spuckte, jedoch ohne ihn jedoch zu treffen.

Auch die daraufhin herbeigerufenen Polizeibeamten pöbelte er ebenfalls mit unflätigen Ausdrücken an. Daraufhin wurde er von den Polizisten festgenommen. Als er zur Ausnüchterung in eine Zelle gesperrt werden sollte hatte er sich dagegen körperlich vehement gesträubt und sogar nach den Polizeibeamten getreten, allerdings ohne diese zu treffen. Bei beiden Vorfällen war mit 1,87 Promille und 2,01 Promille erheblich alkoholisiert gewesen.

Mit der Rücknahme der Berufung ist das Urteil des Amtsgerichts Schwalmstadt damit rechtskräftig.

Von Alfons Wieber

Quelle: HNA

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