Auf den Spuren von Hans Staden

Theodor-Heuss-Schule eröffnete Ausstellung über in Brasilien

Freude über gelungenes Projekt: (von links) Michael Eckhardt, Hartmut Bick- Wagner, Otto Philipp Braun, Dr. Jule Peters, Alisa Holzhauer, Marie Schnell, Lisa Bosbach, Gianna Otteni, Lena Hoppe, Katrin Czajkowski. Es fehlt Natascha Grzeskowitz. Die Schülerinnen hatten bei einem Wettbewerb die Reise nach Brasilien gewonnen. Begleitet wurden sie von Lehrern sowie einem Team der Schreinerei Eckhardt und Schönhut. Foto: privat.

Homberg. Nach monatelangem Malen, Kleben, Zeichnen, Bauen und Hämmern wurden erst fast 500 Schülerarbeiten aus dem Fachbereich Kunst der Theodor Heuss Schule in einem Überseecontainer nach Rio de Janeiro verschifft.

Mit an Bord war außerdem das große Segelschiff, das Schüler der Unterstufe unter der Leitung von Hartmut Bick-Wagner gebaut hatten (wir berichteten). Jetzt flogen dann auch einige Lehrer und Schüler aus Homberg nach Brasilien, um eine Ausstellung zu eröffnen und auf die Suche nach Spuren von Hans Staden zu gehen.

Unterstützung von B. Braun

Dank der Unterstützung der Firma B. Braun stand das Segelschiff, die „Hans Staden“, bereits zwischen den Königspalmen vor dem Hauptportal der Deutschen Schule in Rio de Janeiro. In den folgenden zwei Wochen wurde unter der Leitung von Studienrätin Dr. Jule Peters eine aus brasilianischen und deutschen Schülerarbeiten bestehende Ausstellung aufgebaut.

Eigens für die Ausstellungsräume der Deutschen Schule hatte der Kunsterzieher Werner Demme ein Ausstellungsdesign in Form eines Schiffes konzipiert, das in Kooperation der Ausbildungswerkstätten von B. Braun und der Schreinerei Eckhardt und Schönhut angefertigt worden war.

Und dann war es endlich soweit: Die Ausstellung wurde von Otto Philipp Braun, Leiter der Tochterfirma B. Braun in Brasilien, ehemaliger Schüler der THS sowie Mitinitiator und Unterstützer des Projekts, gemeinsam mit Generalkonsul Harald Klein eröffnet.

Die Ausstellung zeigte Bilder, Collagen, Skulpturen und Filme, die sich mit Hans Staden befassten, sie berührte aber auch Probleme sozialer Ungerechtigkeit in Deutschland und Brasilien und reflektierte aktuelle gesellschaftspolitische Themen wie die Auswirkungen der Fußball-Weltmeisterschaft auf Brasilien. Braun und Klein lobten die Vielfalt der künstlerischen Arbeit und unterstrichen die Bedeutung des kulturellen und wirtschaftlichen Austauschs zwischen beiden Ländern. Braun betonte, wie wichtig es sei, dass sich Menschen unterschiedlicher Herkunft besser kennenlernen, um sich über Ländergrenzen hinweg für globale Fragen zu engagieren.

Wie unterschiedlich die Lebensbedingungen sind, erlebte die Homberger Reisegruppe immer wieder hautnah, unter anderem in den Gastfamilien.

Zum Programm gehörten neben dem Schulbesuch und dem Aufbau der Ausstellung auch ein Ausflug auf den Zuckerhut und den Corcovado, das Strandleben von Ipanema und Copacabana sowie der Besuch sozialer Projekte und im Niemeyer-Museums. (red)

Quelle: HNA

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