Ermittlung wegen betrügerischen Bankrotts gegen Geschäftsführer der insolventen Firma Schlein beginnt

Staatsanwalt nimmt Metzgerei ins Visier

Schwalm-Eder. Gegen den Geschäftsführer der insolventen Metzgerei Schlein, die vor wenigen Jahren noch 100 Mitarbeiter in der Region beschäftigte, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Marburg. „Es geht um den Verdacht des betrügerischen Bankrotts“, teilte gestern auf HNA-Anfrage Pressesprecherin Annemarie Wied mit.

Der frühere Geschäftsführer der Metzgerei, die zuletzt Filialen in Wasenberg, Ziegenhain, Neustadt und Stadtallendorf hatte, steht in keinem familiären Verhältnis zur namensgebenden Familie Schlein. Er hatte die Geschäfte übernommen, nachdem für das Unternehmen im April 2009 zum ersten Mal ein Insolvenzverfahren eröffnet worden war. Ende September wurde der Betrieb endgültig eingestellt.

Als sich der Insolvenverwalter einen Überblick verschafft hatte, stellte er Unregelmäßigkeiten fest. So seien etwa Maschinen, 14 000 Euro und Kassenbücher aus dem Unternehmen verschwunden.

Der Bankrott, wegen dem die Staatsanwaltschaft nun ermittelt, gehöre zu den Insolvenzstraftaten, erklärt Sprecherin Wied. Er bestehe etwa dann, wenn bei drohender Insolvenz Vermögen beiseite geschafft werde, das nicht mehr zur Verfügung steht, um Schulden oder Gehälter zu zahlen.

Bei einer Verurteilung drohen dem Schuldigen bis zu fünf Jahre Haft. (bal)

Quelle: HNA

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