Kritik an Aufhebung von Haftbefehl gegen Volker G.

Staatsanwalt sieht Fluchtgefahr

Kassel. Im Prozess um die Brandserie an der Weißenthalsmühle fordert die Kasseler Staatsanwaltschaft, Volker G. wieder in Untersuchungshaft zu nehmen.

Die Anklagebehörde habe Beschwerde gegen die Aufhebung des Haftbefehls eingelegt, weil sei weiter von einem dringenden Tatverdacht ausgehe, sagte Pressesprecher Götz Wied am Mittwoch.

Das Kasseler Landgericht hatte am Dienstag angeordnet, G. aus der U-Haft zu entlassen. Zurzeit lasse sich „der dringende Tatverdacht nicht aufrecht erhalten“, erklärte Gerichtssprecher Jürgen Kitzinger gestern dazu. Dies bedeute nicht, dass G. gar nicht mehr tatverdächtig sei.

U-Haft kann nur bei „dringendem Tatverdacht“ - dem höchsten Grad von Verdacht - verhängt werden. Auch dann muss aber ein weiterer Haftgrund vorliegen. Im Fall von G. sieht die Staatsanwaltschaft Fluchtgefahr gegeben.

Mit der Beschwerde muss sich nun zunächst wieder das Landgericht befassen, dann gegebenenfalls das Oberlandesgericht. (kaj)

Quelle: HNA

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