Staatsekretär Dippel  im Wolfhager Krankenhaus: Klinikstandort ist „unverzichtbar“

Wolfhagen. Wie geht es weiter mit dem Wolfhager Krankenhaus? Dies war die zentrale Frage beim Besuch des Staatssekretärs im Hessischen Sozialministerium, Dr. Wolfgang Dippel (CDU), am Mittwoch in Wolfhagen.

Die wesentlichen Ergebnisse: Es soll in Wolfhagen einen Neubau geben, „einen Bau im Bestand“, also eine Runderneuerung des bestehenden Gebäudes, so Klinik-Geschäftsführer Bernd Tilenius, „wird es nicht geben“. Gebaut werde nicht vor 2016 und auch nur, wenn es die Haushaltslage des Landes, die den Bau bezuschussen würde, hergibt.

Sicher sei zudem, dass es auch im Neubau weiter zwei Hauptabteilungen (Innere, Chirurgie) und drei Belegabteilungen (Gynäkologie, Urologie und HNO) geben werde.

Aktualisiert um 12.10 Uhr

Die Standorte der Kreiskliniken in Wolfhagen und Hofgeismar, so Dr. Dippel, seien „unverzichtbar und auch dauerhaft“, das weise auch der Krankenhausrahmenplan aus. Wolfhagen und Hofgeismar bleiben auch in Zukunft Notfallstandorte, dies sei ebenfalls im Krankenhausrahmenplan festgeschrieben.

Auch auf das Thema Geburtshilfe ging der Mann aus Wiesbaden ein. Die Vorgabe des Landes sei, dass in jedem Kreis oder kreisfreien Stadt eine Geburtshilfe vorhanden sein müsse. Dies sei im Landkreis Kassel mit dem Angebot in der Hofgeismarer Klinik erfüllt, dazu gebe es für die weitergehende Versorgung beispielsweise von Frühchen Möglichkeiten in Kassel.

Bei der Entscheidung zur Schließung der Wolfhager Geburtshilfe sah Staatssekretär Dippel die Verantwortung eindeutig bei der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH).

In die Wolfhager Klinik eingeladen hatte der Vorstand des Wolfhager CDU-Stadtverbandes. Neben Mitgliedern der Wolfhager CDU-Fraktion sowie Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und dem Waldecker Landtagsabgeordneten Armin Schwarz hatte Stadtverbandsvorsitzender Johannes Kuhaupt auch die Mitglieder der Grünen im Stadtparlament zum Treffen geladen - der Konstellation in der Hessischen Landesregierung zum Vorbild nehmend.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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